"Via Colonia per pedes"

Ein verstecktes Kleinod in der City ist der Römerkeller, der vor nunmehr 30 Jahren entdeckt wurde. Im Souterrain des katholischen Pfarrzentrums St. Michael sind bis heute die massiven Grundmauern eines römischen Kellers zu bewundern. Auch die Treppe und der ehemalige Eingang sind noch deutlich erkennbar.

Im Römerkeller präsentiert die Stadt ebenso zahlreiche weitere Fundstücke, die bei Ausgrabungen in der City auftauchten. Unter Federführung von Hermann Kienle und des städtischen Denkmalschutzbeauftragten Jürgen Waldeck wurde das kleine Museum jetzt wieder auf Vordermann gebracht. Der Römerkeller soll künftig fester Bestandteil von archäologischen Führungen werden. An den Überresten der Kastellmauer, die vor dem Historischen Rathaus aus dem Boden aufragen, will Waldeck zudem einen Lageplan des römischen Dormagens anbringen.

Erkunden können Interessierte dies alles bei der Führung „Via Colonia per pedes“. Auch im Historischen Rathauses, wo sich im ersten Obergeschoss ebenfalls eine kleine Römerausstellung und ein Modell des antiken Reiterlagers befinden, läßt sich die römische Geschichte verfolgen. Vom einstigen Mithras-Heiligtum bis zur römischen Militärziegelei werden bei dem Rundgang alle wichtigen Funde vorgestellt.

Das Stadtmarketing bietet die Führung „Via Colonia per pedes“ in regelmäßiger Folge an. So lassen sich neben den beiden herausragenden Baudenkmälern Zons und Knechtsteden auch in der Innenstadt viele Sehenswürdigkeiten entdecken.