Musikschule Dormagen - Eine Erfolgsgeschichte
Im Jahre 1964 wird von dem damaligen Musiklehrer und Studienrat Josef Fröhlingsdorf am Gymnasium Dormagen – dem heutigen Bettina-von-Arnim Gymnasium – als Ergänzung zum schulischen Musikunterricht privater Instrumentalunterricht angeboten.
Unterstützung erhält die Initiative von der Schulleitung und dem Amt Dormagen, in dem Räume und Instrumente zur Verfügung gestellt werden. Zu Beginn werden die Instrumentalfächer Gitarre, Blockflöte, Querflöte, Violine und
Cello unterrichtet, bald folgen Trompete, Posaune, Kontrabass
und Schlagzeug.
1967
Das Amt Dormagen übernimmt die Organisation des Musikwerkes am Gymnasium und gründet die Städtische Musikschule Dormagen. Die Entwicklung der Musikschule wird konsequent durch die Beschäftigung fest angestellter Lehrkräfte, den Ausbau der räumlichen und sachlichen Ausstattung und nicht zuletzt durch die Einrichtung eines Büros in den Räumen des Schul-, Kultur- und Sportamtes fortgesetzt. In der ersten bekannten Statistik werden 231 Schülerinnen und Schüler, 82 Jahreswochenstunden und 9 Lehrkräfte erfasst.
1969
Gründung erster Ensembles: Tanzorchester der SMS, Leitung: Leo Makulik,
und Chor der SMS, Leitung: Josef Fröhlingsdorf
1970
Gründung des Akkordeonspielkreises Aufnahmen des WDR mit dem Tanzorchester der SMS
1971
Die Musikschule erhält den ersten hauptamtlichen Leiter. Josef Fröhlingsdorf wechselt vom Schuldienst in den Dienst der Stadt. Es gibt die ersten Raumprobleme in der Musikschule. Diskutiert wird auch ein Neubau, der leider nie realisiert wurde.
1972
Gründung des „Vereins der Freunde und Förderer e. V.“ zwecks ideeller und materieller Unterstützung der Musikschule Erste Wartelisten wegen fehlender Lehrkräfte
1973
Umzug der Musikschule in die Römerstraße. Erstmals verfügt die Musikschule über drei eigene Unterrichtsräume.
Gründung des Musikschulorchesters, Leitung: Gregor Kugelmeier
1975
Durch die kommunale Neugliederung wird die Musikschule Zons angegliedert. Schüler aus Nievenheim, die vorher der Kreismusikschule zugeordnet waren, nehmen den Unterricht in Dormagen auf.
Der „Verein der Freunde und Förderer e. V.“ veranstaltet das erste „Sommerfest“.
Von 1976 bis 1983 wird jeweils im Mai das „Frühlingsfest der Musikschule“ veranstaltet.
1976
Gründung eines Krummhornspielkreises – später Ausbau zum Renaissancespielkreis „Mvsicqve de Ioye“, Leitung: Kaat Weyler
1977
Das 10-jährige Bestehen wird mit acht Konzerten gefeiert.
Der Akkordeonspielkreis erringt bei einem Wettbewerb des Niederländischen Akkordeonverbandes in der Kategorie B-Jugend einen ersten Preis mit Pokal.
1978
Bernd Kronen tritt als neuer Musikschulleiter sein Amt an. Bereits 1976 verließ Josef Fröhlingsdorf die Schule. Kommissarischer Leiter in der Zwischenzeit war Ferdinand Neuhaus.
Schallplattenaufnahmen von Dormagener Vereinen unter Mitwirkung des Akkordeonspielkreises und des Tanzorchesters.
Die Musikschule verzeichnet 1200 Schülerinnen und Schüler, 688 Jahreswochenstunden und 62 Lehrkräfte
1979
Aufnahme der LP „Lieder und Chormusik zum Martinsfest“; Kinderchor, Chor und Bläser der Musikschule, Leitung: Bernd Kronen
Übertragung des Offenen Singens aus dem Bürgerhaus Zons durch den WDR.
In Zusammenarbeit mit der Fröbelschule findet ein erstes Projekt „Musik mit Behinderten“ statt.
1980
Aufnahme der LP „Europäische Folklore – Lieder und Tänze“ mit dem Chor der Musikschule und dem Folkloreensemble „Sammelsurium“ der Musikschule Neuss.
1984
Das Kammerorchester (gegründet 1982) verwandelt sich in das neue Jugendsinfonieorchester. Das bisherige Jugendsinfonieorchester musste aus Mangel an Nachwuchs im Streicherbereich aufgelöst werden. Leitung: Franjo Buljovcic.
1985
Aufnahmen für den Schulfunk des WDR mit Spielkreisen der Musikschule: Renaissancespielkreis „Mvsicqve de Ioye“, Querflötenspielkreis, Gitarrenspielkreis und Akkordeonspielkreis
1986
Offenes Singen in Borken mit dem WDR.
Ein Schüler erringt den 1. Preis beim Internationalen Gitarrenwettbewerb in Roermond.
Erste Ausgabe der Musikschulzeitung „Dreiklang“.
Erstes Musikschulfest, damals noch rund um das Historische Rathaus.
Folklorespielkreis „Kolibri“ erhält beim Landeswettbewerb „Jugend und Folklore“ in Meerbusch einen ersten Preis, Leitung: Barbara Vielhaber.
Einführung der Fächer Keyboard, E-Gitarre, E-Bass und Synthesizer.
Offenes Singen im WDR, Konzert des Jugendsinfonieorchesters in der französischen Partnerstadt St. André.
1987
20 Jahre Musikschule
Konzert im Schulfunk des WDR mit Spielkreisen der Musikschule.
Das Jugendsinfonieorchester bestreitet das erste Konzert im Rahmen der Städtischen Konzertreihe. Statistik: 1 452 Schülerinnen und Schüler, 771 Jahreswochenstunden und 82 Lehrkräfte
1988
Integratives Musiktheater „Die bunte Flaschenpost“ – szenische Aufführung mit ausschließlich behinderten Menschen als Darsteller, Leitung: Ferdinand Neuhaus; zwei ausverkaufte Vorstellungen.
Erneut erster Preis des Folklorespielkreises „Kolibri“ beim Landeswettbewerb „Jugend und Folklore“ in Meerbusch.
Landesmusikschultag in Lüdenscheid – Spielkreise der Musikschule treten bei verschiedenen Veranstaltungen auf.
1989
Gründung der Rock- und Popband „Anyway“.
Konzertreise des Jugendsinfonieorchesters nach Jugoslawien – Konzerte in Zagreb, Novi Sad und Subotica
1990
Umzug der Musikschule in das heutige Kulturhaus an der Langemarkstraße – mit vier Räumen und vier kleinen Kellerräumen verbessert sich die Raumsituation für den Unterricht.
Der Traum vom eigenen Gebäude rückt in weite Ferne. Erneut erster Preis des Folklorespielkreises „Kolibri“ beim Landeswettbewerb „Jugend und Folklore“ in Meerbusch.
1992
25 Jahre Musikschule Dormagen. Statistik: 1 409 Schülerinnen und Schüler, 760 Jahreswochenstunden und 72 Lehrkräfte.
Erstmalig nimmt eine Schülerin am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ teil und erreicht in ihrer Altersstufe den 3. Platz (Akkordeon).
Aufführung des Singspiels „Max und Moritz“ mit Chören und dem Akkordeonspielkreis.
1993
Einführung des Unterrichts mit behinderten Menschen: Ferdinand Neuhaus bietet als erste Lehrkraft Einzel-, Gruppen und Ensemblearbeit für Menschen mit Behinderung an.
1994
Eine Delegation aus Politik und Verwaltung der Stadt Dormagen nimmt erste Kontakte mit der zukünftigen spanischen Partnerstadt Toro auf und tritt eine 10-tägige Reise zu einem ersten Besuch vor Ort an. Als Kulturträger aus Dormagen fährt auch das Akkordeonorchester der Musikschule mit und konzertiert im Teatro Latorre, zu einer Ausstellungseröffnung und bei verschiedenen anderen Anlässen.
1995
Musikschüler spielen für ein SOS-Kinderdorf in Sarajewo 4450 DM ein. Fahrt des Akkordeonorchesters nach Carlazzo, Italien – Konzert in der Villa Charlotta am Comer See.
1996
Wechsel in der Musikschulleitung: Bärbel Hölzing wird Nachfolgerin von Bernd Kronen, der nach 18 Jahren die Musikschule Dormagen verlässt und in Pension geht. Sie übernimmt die Schule mit 1 413 Schülerinnen und Schülern, 713 Jahreswochenstunden und 66 Lehrkräften.
Zweite Reise des Akkordeonorchesters nach Carlazzo.
1997
30 Jahre Musikschule Dormagen.
Produktion der CD „30 Jahre Musikschule Dormagen“ mit Ensembles und Solisten der Musikschule.
1. Rock-/Popworkshop mit Reinhard Glöder u. a.
Statistik: 1 371 Schülerinnen und Schüler, 703 Jahreswochenstunden, 66 Lehrkräfte
1998
Musiktheater mit behinderten Menschen – Aufführung „Der Regenbogenfisch“, Leitung: Ferdinand Neuhaus, Mechthild Kolan und Thomas Geisselbrecht; zwei ausverkaufte Aufführungen.
Fachseminar für Lehrkräfte der Musikschule Dormagen mit dem international bekannten Klavierpädagogen und Komponisten Lajos Papp.
Gründung der Bigband, Leitung: Stefan-MaxWirth.
Besuch aus der Partnerstadt St. André – das Akkordeonorchester und die Societé des Accordéonistes Andrésiens geben ein gemeinsames Konzert.
1999
Aufführung des ersten großen Musicalprojektes „Sammy“ mit drei ausverkauften Vorstellungen, Leitung: Charlotte Rettig und Lothar Bremm.
2000
Konzert zum Bachjahr
1. Frühlingsball – Organisation und Realisierung: Förderverein der Musikschule.
Aufführung des Musicalprojektes „Die kleine Hexe“; fünf ausverkaufte Vorstellungen.
Die Rockband „undercover“ erzielt im landesweit ausgeschriebenen Wettbewerb des Landesverbandes der Musikschulen einen 2. Preis; Leitung: Bernd Balkenborg und Georg Beringer
2001
Workshop mit Seymour Bernstein, dem amerikanischen Klavierpädagogen
und Autor.
4. Rock-/Popworkshop mit Reinhard Glöder u. a.
Produktion der CD „ashes of the sun“ mit der Rockband „undercover“.
2002
Aufführung der Musikoper „Der Kalif Storch“; vier ausverkaufte Vorstellungen, Leitung: Charlotte Rettig und Kaat Weyler.
Aufnahmen der CD „30 bewegte Jahre“ durch das Akordeonorchester.
Konzert der Bigband und des Musikschulchores Rejoice!
„Littera et Musica“ – Krimilesung im Kloster Knechtsteden mit mittelalterlicher Musikmit dem Renaissancespielkreis „Mvsicqve de Ioye “.
Konzert zur Eröffnung der Euroga 2002plus unter Mitwirkung des Renaissancespielkreises.
2003
Aufführung „Der Rattenfänger von Hameln“ in Kooperation mit der Grundschule Burg Hackenbroich, Leitung: Kaat Weyler; drei Aufführungen.
Zehn Jahre Behindertenarbeit.
Zum ersten Mal werden Martinszüge von Schülern der Musikschule musikalisch begleitet.
Musikalischer Ausflug ins Mittelalter: Chor des Nelly-Sachs-Gymnasiums (Neuss) und Renaissancespielkreis „Mvsicqve de Ioye “.
Kaat Weyler übernimmt die Leitung des Jugendsinfonieorchesters.
2004
Musicalaufführung „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“; vier ausverkaufte Vorstellungen.
Erste Kooperationen im Bläser- und Streicherklassenbereich an weiterführenden Schulen.
Gründung des Streichquartetts „Streichholz“, Leitung: Dan Zemlicka
2005
„Rock it“: Lehrer und Schüler errocken in einem gemeinsamen Konzert 825 € zur finanziellen Unterstützung der Kinderhilfe Dormagen – Sri Lanka, Hilfsaktion für das Fischerdorf Komari.
Teilnahme am „Mission possible day“ der Initiative Dormagen e. V.; Lehrerinnen, Lehrer und Schüler der Musikschule präsentieren den „Rap-Dormagen 2030“.
Das Jugendsinfonieorchester folgt einer Einladung nach Steevenswert/NL, das eine Festungspartnerschaft mit Zons unterhält, und nimmt am Eurofestival 2005 in Maasbracht teil.
Musikschüler präsentieren sich das erste Mal als Turmbläser beim „Zonser Weihnachtmärchentraum“.
2006
Kooperationsprojekt mit der Stadtbibliothek und der VHS zum Mozartjahr; Mitwirkung des Ensembles „Streichholz“.
Konzert zum Mozartjahr mit Moderation von Jörg Lengersdorf in der umwerfenden Rolle des neidischen Mozart-Zeitgenossen Rolf Aspirinus Botzbart.
Konzertnachmittag im Rahmen der Festlichen Tage Alter Musik Knechsteden.
Musicalworkshops mit der Profidarstellerin und Dozentin Ines Timmer.
2007
1 641 Schüler, 653 Jahreswochenstunden, 52 Lehrkräfte.





