Mutter ist die Bestie: Barbara Ruscher kommt in die Kulturhalle

Sie ist charmant und herrlich böse zugleich, dazu selbstironisch und vor allem lustig. Barbara Ruscher ist auch in Dormagen eine gern gesehene Kabarettistin. Die aus verschiedenen TV-Satiresendungen bekannte Künstlerin gastiert am Samstag, 15. Oktober, um 20 Uhr in der Kulturhalle Dormagen. Im Gepäck hat sie ihr neues Programm „Mutter ist die Bestie“.

Satirisch, bissig und charmant knöpft sich Barbara Ruscher die brennenden Themen unserer Zeit vor. Dabei fragt sie sich: „Wer weiß schon genau, wer er ist? Ist man der Typ ,Earth, Wind and Eier‘ mit Hang zur eigenen Hühnerhaltung, aber gegen Windräder, sobald sie vorm Wohnhaus stehen? Wo fängt gesellschaftliche Verantwortung an und wo sind die Grenzen? Warum ist der Nachbar ein naturaffiner Stand-up-Paddeling-Fetischist, hat aber vorm Haus einen Schottergarten des Grauens? Hat Mutter Erde langsam die Schnauze voll, wenn wir uns ambivalent verhalten?“

Die WDR 2-Radiokolumnistin liefert einen vergnüglichen Abend über Patchwork im Wohnwagen, Nachhaltigkeit, Partnerportale, Kinder und Welpen-Schwemme aus dem Dognet. Denn seit dem Lockdown hat offenbar jeder ein Haustier, meint Ruscher und ergänzt: „Wer keins hat, hat Alexa.“

Die Vorstellung ist ein Programmpunkt der gerade angelaufenen Kabarett-Reihe des städtischen Kulturbüros. Im Vorverkauf kostet das Ticket 22,45 Euro, an der Abendkasse 25 Euro. Die Veranstaltung kann auch im preisgünstigeren Wunsch-Abo zusammen mit anderen Kabarettabenden gebucht werden. Einzelkarten und Abos sind in der City-Buchhandlung Dormagen und über den Ticket-Shop dormagen.reservix.de erhältlich.

Foto: Guido Schröder

Kabarett und Comedy der Extraklasse in der Kulturhalle Dormagen: Rüdiger Hoffmann, Springmaus und Distel

Von Barbara Ruscher bis zur Springmaus: Zahlreiche Kabarett- und Comedy-Hochkaräter wird das städtische Kulturbüro auch in den kommenden Monaten in der Kulturhalle Dormagen begrüßen.

Die Herbst-/Winter-Saison 2022/23 setzt Barbara Ruscher am Samstag, 15. Oktober, fort. Sie sorgt mit versierter weiblicher Satire für große Unterhaltung. Herrlich böse, selbstironisch und vor allem unfassbar lustig präsentiert sich die WDR 2-Kolumnistin in ihrem Programm „Mutter ist die Bestie“.

Mit „Deutschland in den Wechseljahren“ serviert die Distel am Sonntag, 13. November, eine Best-of-Kabarett-Komödie der Extraklasse. „Alles verändert sich, alles mutiert. Nur der Fußball bleibt sich treu. Es geht ums Geld“, lautet das Credo der Kabarett-Lieblinge aus Berlin. Jochen Malmsheimer gibt am Freitag, 2. Dezember, mit „Dogensuppe Herzogin – ein Austopf mit Einlage“ sein bereits ausverkauftes Debüt in der Kulturhalle. Er stellt sich der gefühlten Generalverblödung und Idioten-Konzentration mit Wortwitz und Verstand.

Comedy, Musik und Showtime verbindet Lars Redlich in seiner Weihnachtsshow „Lars´ Christmas“ am Mittwoch, 21. Dezember. „Augenzwinkernd, aber auch besinnlich kommt jeder auf seine Kosten und bekommt jeder sein Fett weg. Und das schon vor dem Fest“, sagt der Comedian. Er beantwortet zudem die Fragen, was mit ungekauften Schoko-Nikoläusen nach dem Fest passiert, was Schneemänner über den Sommer denken und warum früher mehr Lametta war.

Fest steht nun auch das Ensemble für die „Schlachtplatte – die Jahresendabrechnung" am Freitag, 6. Januar 2023. Die vier Bühnen-Asse Robert Griess, Kathi Wolf, Jens Heinrich Claassen und Sebastian Schnoy geben dem Jahr 2022 kabarettistisch-brillant den gebührenden Kehraus. Weiter geht es in der Kulturhalle mit Rüdiger Hoffmann und der Vorpremiere zu seinem neuen Programm am Samstag, 21. Januar 2023 und Andreas Rebers und seinem aktualisierten Programm „Ich helfe gern – reloaded“ am Samstag, 4. Februar 2023. Die Improvisationsspezialisten aus dem Bonner Haus der Springmaus melden sich am Freitag, 3. März 2023, mit der Show „Endlich wieder live!“ zurück.

Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr. Einzelkarten sind für jeweils 22,45 € im Internet unter dormagen.reservix.de sowie in der City-Buchhandlung Dormagen erhältlich. Zudem können die Karten auch in preisgünstigeren Abos mit drei und mehr Abenden nach Wahl erworben werden. Weitere Infos gibt es hier sowie telefonisch beim Kulturbüro-Team unter 02133 257 338.

Kunstverein Galerie-Werkstatt stellt rund 200 Werke im Kulturhaus aus

Vom Collier bis zur Marmor-Stele, vom Aquarell bis zum Quilt reicht die Palette einer Kunstausstellung, die der stellvertretende Bürgermeister René Schneider jetzt in der Glasgalerie des Dormagener Kulturhauses eröffnet hat. 76 Kreative aus dem Kunstverein Galerie-Werkstatt Bayer Dormagen e.V. zeigen auf drei Etagen rund 200 sehenswerte Kunstwerke.

„Kunst zwischen Galerie und Werkstatt 2022“ lautet der Titel der Schau, die zum städtischen Ausstellungsprogramm gehört. Der in Knechtsteden beheimatete Kunstverein präsentiert einen umfassenden Überblick über das kreative Schaffen seiner Aktiven und beleuchtet das breite Spektrum der künstlerischen Arbeit in den zehn Fachbereichen. Die Exponate sind ein Kaleidoskop verschiedener Stilrichtungen, Arbeitsweisen und Methoden der künstlerischen Auseinandersetzung mit den kleinen und großen Themen unserer Zeit. Sie zeigen aus unterschiedlichen Blickwinkeln Gewohntes, manchmal Banales, in anderem Licht und machen Lust auf neue, überraschende Perspektiven – ein Ensemble aus inspirierenden Ideen und kreativen Techniken.

Der 1985 gegründete Kunstverein Galerie-Werkstatt ist ein fester Bestandteil der Kunst- und Kulturszene Dormagens. Eingebettet in die Klosteranlage Knechtsteden arbeiten hier in hellen, modernen und großzügig ausgestatteten Ateliers rund 230 Mitglieder in den Fachbereichen Zeichnen und Malen, Keramik, Bildhauer, Grafik, Silberschmiede, Fotografie, Textilkunst, Porzellanmalerei und dem Galerietheater. Neben freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern sowie Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern nutzen auch viele engagierte Autodidakten die guten Arbeits- und Ausstellungsmöglichkeiten.

Die Ausstellung ist bis zum 21. Oktober montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr – während der Herbstferien vom 4. bis 15. Oktober werktags von 9 bis 16 Uhr – zu sehen. Der Eintritt ist frei. Fragen zum städtischen Ausstellungsprogramm beantwortet das Kulturbüro-Team telefonisch unter 02133 257 320.

TV-Chefin, Show-Metzger und Künstlerin bei der TORK-Show

Eine TV-Chefin, eine Kunsttherapeutin, ein Show-Metzger und ein Professor für Umweltwirtschaft: Illustre Gäste, die allesamt aus Dormagen stammen oder mit der Stadt in Verbindung stehen, hat das städtische Kulturbüro für die inzwischen ausverkaufte TORK-Show am Freitag, 25. November, um 20 Uhr in die Kulturhalle Dormagen eingeladen. So wird sich Niki Pantelous dem Gespräch mit den Moderatoren Wolfgang Link und Detlev Zenk stellen. Die Redaktionsleiterin der ARD-Unterhaltungsendung am Morgen „Live nach neun“ ist in Dormagen aufgewachsen und hat lange in der Innenstadt gewohnt. Pantelous hat zuvor für die ARD-Tagesschau, das Polit-Talkmagazin „Hart aber fair“ und verschiedene Formate des TV-Senders Phoenix redaktionell gearbeitet.

Auf der TORK-Couch nimmt auch Corina Wyrwich Platz. Die Nievenheimerin ist Ergo- und Kunsttherapeutin im Bereich Sucht. Sie arbeitet im geschlossenen Bereich einer Akutaufnahme und auf einer fakultativ geschützten Station für Drogenentzug. Die 36-Jährige ist aber auch eine vielseitige Künstlerin, deren Werke gerade im Dormagener Kulturhaus zu sehen waren.

Prof. Dr. Peter Heck war früher Umweltschutzbeauftragter der Stadt Dormagen und ist heute ein gefragter Professor für angewandtes Stoffstrommanagement am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der regionalen Wertschöpfung, Klimaschutz und erneuerbaren Energien.

Die Runde komplettiert Eddy Schülke. Der Dormagener ist als Show-Metzger „Eddy The Butcher“ in verschiedenen TV-Shows zu sehen und hat mit Ex-Fußball-Profi Thorsten Legat den „Kasalla-Griller" auf den Markt gebracht.

Für die musikalische Begleitung sorgt „Kena´s Room“. Die Band um Frontfrau Kena Haas überzeugt mit einem erfrischenden Sound, dem ein Mix aus Jazz, Pop und brasilianischen Klängen zugrunde liegt.

Die TORK-Show ist ausverkauft!

Foto: WDR / Tilman Schenk

In neuem Licht bei der D´Art 2022

Das städtische Kulturbüro hat das Thema der diesjährigen, größten Gemeinschaftsausstellung Dormagener Künstlerinnen und Künstler bekanntgegeben. „In neuem Licht“ lautet es. Die 18. D´Art, die vom 4. November 2022 bis 22. Februar 2023 stattfinden wird, bietet zudem in diesem Jahr ein Novum auf: Sie wird erstmals sowohl im Dormagener Kulturhaus ausgestellt als auch zusätzlich in digitaler Form im Internet unter www.dormagen.de/dart22 zu sehen sein. Damit heimische Kreative genügend Zeit haben, sich mit dem Thema künstlerisch auseinanderzusetzen, informiert das städtische Kulturbüro frühzeitig über die Details.

Die D´Art ist kein reiner Wettbewerb für Profis, sondern vor allem eine Chance für leidenschaftliche Kunstschaffende. Teilnehmen können Interessierte ab 16 Jahren, die im Stadtgebiet wohnen oder dort künstlerisch aktiv sind. Bewerberinnen und Bewerber können maximal drei Kunstwerke in Form von Bildern, Fotos, Collagen, Skulpturen und Plastiken einreichen. Erstmals zugelassen sind auch Videoformate, wenn auch nur für die Online-Ausstellung.

Weitere Vorgaben machen die Organisatoren bewusst nicht. „Die Kunstwerke müssen lediglich dem Motto „In neuem Licht“ entsprechen“, sagt Kulturbüro-Leiter Olaf Moll. Noch bleibt genügend Zeit: Die Werke selbst müssen erst vom 17. bis 26. Oktober im Kulturbüro abgegeben werden.

Bei der Ausrichtung der 18. D´Art kann das Kulturbüro wieder auf die großartige Unterstützung mehrerer ehrenamtlich tätiger Kunstexpertinnen und Kunstexperten bauen. So bilden Melanie Guthe, bildende Künstlerin aus Düsseldorf, Martina Storm, Kunstlehrerin an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Nievenheim, und Holger Hagedorn, Multimedia-Künstler aus Pulheim, erneut die Jury. Das bewährte Organisationsteam verstärken einmal mehr die heimischen Kreativen Irmela Hauffe, Maja Wojdyla und Ulrico Czysch.   

Die Schirmherrschaft hat erneut der Dormagener Reinhard Knauft, Geschäftsführer und Gründer der KSWG Steuerberatungsgesellschaft mbH, übernommen. Die jeweils drei besten Exponate in der Altersklasse bis 25 Jahren sowie über 25 Jahren werden prämiert.

Fragen zur D´Art beantwortet das Kulturbüro-Team telefonisch unter 02133 257 320. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es im Internet unter  www.dormagen.de/dart22.

Neue Stolpersteine-App des WDR macht Erinnerung greifbar

Am 27. Januar 1945 haben sowjetische Soldaten der Roten Armee das NS-Vernichtungslager Auschwitz befreit. Mehr als eine Million Menschen sind in dem größten deutschen Konzentrationslager in den 1940er-Jahren umgekommen. Trotz der großen Aufklärungsarbeit, die im Anschluss folgte, ist Antisemitismus noch immer in der Gesellschaft verankert.

„Umso wichtiger ist es, weiter Aufklärungsarbeit zu betreiben und auch gerade junge Menschen noch mehr zu sensibilisieren“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Deshalb haben wir uns auch am Projekt „Stolpersteine NRW – Gegen das Vergessen“ des Westdeutschen Rundfunks beteiligt. „Es ist ein sehr gelungenes, informatives und bewegendes Projekt, in dem 15.095 Einzelschicksale aus Nordrhein-Westfalen geschildert werden.“

Aus 257 Städten und Gemeinden aus Nordrhein-Westfalen sind in der neuen, kostenlosen App „Stolpersteine NRW“ die Daten zu rund 15.000 verfolgten Juden eingepflegt worden. Auch die Stadt Dormagen hat die Geschichten von 39 Menschen aufgelistet, die in den 1940er-Jahren in Dormagen Opfern des Nationalsozialismus wurden. An sie erinnern 34 Stolpersteine in der Innenstadt sowie zwei in Zons und drei in Stürzelberg.

Eine Betroffene war die Dormagenerin und Metzgerstochter Emmi Dahl. Sie wurde 1941 mit ihrer Familie und zahlreichen anderen Juden nach Riga deportiert – in ihrem Zug traf sie einen jungen Mann namens Kurt Mendel. Sie gaben sich das Versprechen zusammenzubleiben, sollten sie überleben. Sie wurden getrennt, wussten nicht, ob der andere überhaupt noch lebte. Dem Tode nahe wurde die kranke und abgemagerte Emmi Dahl 1945 befreit und begab sich auf die Suche nach Kurt Mendel. Er hatte ebenfalls überlebt. Sie trafen sich und lösten ihr Versprechen ein: Sie heirateten und gründeten eine Familie. Es ist eine der bewegendsten und außergewöhnlichsten Liebesgeschichten mit Happy End während des Nationalsozialismus. Eine Seltenheit zu diesen grausamen Zeiten. Dieses besondere Schicksal ist in der Stolpersteine-App mit eindrucksvollen Bildern sowie einer sehr bewegenden Audiodatei zu finden, die das Schicksal der jungen Frau noch besser beleuchten. Sie war zudem in Dormagen die einzige, die die Verlegung des eigenen Stolpersteins miterlebt hat. 2005 wurde dieser in der Kölner Straße eingelassen. Sie selbst legte eine Rose darauf.

„Mit der Stolpersteine-App sollen vor allem junge Menschen angesprochen werden. Für sie ist das damals Erlebte nahezu unvorstellbar. Durch die detailliert geschilderten Einzelschicksale und Audiodateien sowie vielen Hintergrundinformationen können Interessierte die Geschichten der Deportierten viel besser nachempfinden. Es ist ein wertvolles Projekt, das die deutsche Historie auf eine persönliche Art sehr gut aufarbeitet“, sagt Kulturbüro-Leiter Olaf Moll, der zudem Mitglied der ersten Stunde des Stolpersteine-Projekts ist und sich gemeinsam mit Vera Strobel und einigen anderen Engagierten sehr für das Thema in Dormagen einsetzt. Auch dienen die Einträge als Schulmaterial für den Unterricht. 

„Olaf Moll und Vera Strobel setzen sich seit Jahren in Dormagen intensiv für die Erinnerung und das Gedenken an verfolgte Juden ein. Sie haben die Verlegung aller Stolpersteine von Künstler Gunter Demnig organisiert und gestalten die jährliche Gedenkfeier zur Reichspogromfeier. Dafür möchte ich mich erneut bei ihnen bedanken. Es ist wichtig, dass wir das Schicksal der Menschen niemals vergessen und uns immer wieder daran erinnern“, sagt Lierenfeld. 

Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es im Internet unter https://stolpersteine.wdr.de sowie in der App „Stolpersteine NRW“. 

Teilen
Karte
Kontakt

Öffnungszeiten
montags bis mittwochs
8.15 bis 12 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr

donnerstags
8.15 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr

freitags
8.15 bis 13 Uhr

Nach vorheriger Absprache sind auch Abholzeiten zwischen 12 und 14 Uhr möglich.


Telefon
02133 257 338


E-Mail
kulturbuero@stadt-dormagen.de

Voice reader
Online-Dienste
Stadt-töchter
Nach oben