Faire Schokolade ist am Freitag, 2. Oktober, auf besonders nachhaltigem Weg nach Dormagen gekommen. Um 12.30 Uhr nahm die Stadt im Bürgerhaus Hackenbroich einen Teil der Lieferung entgegen. Die Stadt Dormagen hatte sich erneut an der Schokofahrt beteiligt und 105 Tafeln Schokolade bestellt. Für den Transport wurde den Schokofahrerinnen und Schokofahrern aus Dormagen ein städtisches Lastenrad zur Verfügung gestellt.
Die Schokofahrt verbindet fairen Handel mit nachhaltiger Mobilität. Die Kakaobohnen für die sogenannte Segelschokolade stammen aus der Dominikanischen Republik und werden direkt von Bauernkooperativen bezogen. Dort wird der Kakao über dem Marktpreis eingekauft. Die Schokolade steht damit für faire Produktionsbedingungen und trägt das Fairtrade-Siegel. Von der Dominikanischen Republik wurden die Kakaobohnen mit dem Segelschiff „Tres Hombres“ nach Amsterdam in den Niederlanden gebracht. In der solarbetriebenen Schokoladenmanufaktur Chocolate Makers wurden sie anschließend zu Schokolade verarbeitet. Den letzten Teil des Weges nach Dormagen legten die Schokofahrerinnen und Schokofahrer mit Lastenrädern zurück.
„Die Schokofahrt macht auf anschauliche Weise deutlich, wie fairer Handel und klimafreundlicher Transport miteinander verbunden werden können. Wir freuen uns, dass die Aktion auch in Dormagen auf Unterstützung stößt und wir den fairen Handel in der Stadt sichtbarer machen können“, sagt Anke Tobies vom Amt für Bauen, Stadtplanung und Umweltschutz.
Größter Abnehmer der Schokolade aus Dormagen war wie schon in den vergangenen Jahren der Weltladen Dormagener Agenda 21. Auch der Bioladen Evita Naturkost und der Latourshof aus Nievenheim haben sich an der Aktion beteiligt.
Erstmals war auch die Grundschule Burg in Hackenbroich Teil der Schokofahrt. Die seit 2021 als Fairtrade-Schule ausgezeichnete Bildungseinrichtung empfing die Fahrerinnen und Fahrer ebenfalls am Freitag, 2. Oktober, um 13.30 Uhr an ihrer Schule. Das Fairtrade-Schulteam präsentierte dabei eine neue Flagge und startete ein Klimaprojekt. So konnten auch die Schülerinnen und Schüler unmittelbar erleben, wie fairer Handel und nachhaltige Mobilität miteinander verbunden werden können.
Die Schokofahrt gibt es bereits seit 2017. Ehrenamtliche aus zahlreichen Städten in Deutschland beteiligen sich an der Aktion und transportieren die in Amsterdam hergestellte Schokolade mit dem Fahrrad in ihre Heimatstädte. Die Dormagener Gruppe ist seit 2024 dabei. In diesem Jahr umfasste die Lieferung insgesamt 550 Tafeln Schokolade und 180 Packungen der beliebten Zeiltjes (dünne Scheiben dunkler Schokolade mit knusprigen Kakaonibs und einer Prise Meersalz). Die 42 Kartons wurden mit fünf voll beladenen Lastenrädern und Anhängern transportiert.