Stadtteilhaus Horrem: Stadt Dormagen erhält höchsten Förderbescheid ihrer Geschichte

Ina Scharrenbach, Landesministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, hat am Montag, 19. Oktober, die Förderzusage für den Bau des Stadtteilhauses im Sozialen Zentrum Horrem symbolisch an Bürgermeister Erik Lierenfeld übergeben. Mit einer Förderung von 23,4 Millionen Euro übernehmen Bund und Land 95 Prozent der Kosten für das Stadtteilhaus. Damit handelt es sich um den höchsten Förderbescheid in der Geschichte der Stadt Dormagen.

„Das Stadtteilhaus soll Menschen zusammenbringen, Unterstützung vor Ort stärken und allen Menschen im Stadtteil bessere Möglichkeiten zur Teilhabe eröffnen. Damit investieren wir ganz konkret in die Zukunft Horrems und in die Menschen, die hier leben“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Eine Förderung in dieser Größenordnung ist für Dormagen etwas ganz Besonderes. Mein besonderer Dank gilt daher dem Land Nordrhein-Westfalen und Ministerin Ina Scharrenbach für die Unterstützung und das Vertrauen in dieses wichtige Vorhaben.“

Das Stadtteilhaus ist ein wichtiger Baustein des Sozialen Zentrums Horrem und soll künftig ein zentraler Ort für Begegnung, Beratung und Teilhabe in Horrem werden. Ziel ist es, Menschen unterschiedlichen Alters zusammenzubringen und mit unterschiedlichen Lebenssituationen einen möglichst gleichberechtigten Zugang zu Angeboten der Daseinsvorsorge zu ermöglichen. Dazu zählen insbesondere soziale Dienstleistungen, Bildungsangebote, Gesundheitsvorsorge und Kultur. Zugleich sollen Netzwerke und die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im Stadtteil gestärkt werden. 

Die Förderung erfolgt über das „Stadtentwicklungsprogramm Rheinisches Revier der Zukunft“, kurz STEP-RR. Das Programm wurde auf Grundlage des Investitionsgesetzes Kohleregionen des Bundes aufgelegt und unterstützt Projekte, die den Transformationsprozess im Rheinischen Revier voranbringen. Die Stadt Dormagen ist als Kommune des Rhein-Kreises Neuss Teil dieses Transformationsprozesses.

Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen zu. Im Stadtteil Horrem leben überdurchschnittlich viele junge Menschen. Gleichzeitig bestehen bei einem Teil der Bevölkerung besondere soziale und wirtschaftliche Herausforderungen. Das Stadtteilhaus soll dazu beitragen, bessere Rahmenbedingungen für junge Menschen zu schaffen, Unterstützung frühzeitig zugänglich zu machen und langfristig bessere Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Auch die Vorbereitung auf die Arbeitswelt der Zukunft und die Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit gehören zu den Zielen des Projekts.

Das Vorhaben ist Teil der langfristigen Entwicklungsstrategie für Horrem. Den Ausgangspunkt bildet das Integrierte Handlungskonzept Horrem aus dem Jahr 2014. Das neue soziale Zentrum ist ein zentraler Bestandteil dieser Gesamtstrategie. Mit dem Stadtteilhaus wird nun eine weitere wichtige Etappe des Erneuerungsprozesses umgesetzt. Mit dem Stadtteilhaus und weiteren Investitionen entsteht ein Ort, an dem Bildung, Betreuung, Begegnung und Unterstützung für unterschiedliche Altersgruppen unter einem Dach zusammenkommen. So investiert die Stadt Dormagen unabhängig der Förderung rund 36 Millionen Euro in weitere Einrichtungen am Standort: eine neue Schule mit Offenem Ganztag, eine Kita und eine Jugendeinrichtung. 

„Die Entwicklung von Horrem zeigt beispielhaft, was Strukturwandel bedeuten kann: Es geht nicht nur darum, neue Infrastruktur zu schaffen, sondern darum, einen Stadtteil nachhaltig zu stärken und die Menschen mitzunehmen“, so Lierenfeld. „Dass Land und Bund dieses Vorhaben mit einer Förderung von 95 Prozent unterstützen, ist deshalb eine ganz besondere Anerkennung für den eingeschlagenen Weg.“