Bei der Einbürgerungsveranstaltung am Donnerstag, 1. Oktober, hat die Stadt Dormagen 15 Menschen als neue deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger willkommen geheißen. Die Einbürgerungen wurden vom Ersten Beigeordneten, Fritz Bezold, in Vertretung des Bürgermeisters Erik Lierenfeld vorgenommen. Die Feier fand in der Kulturhalle statt.
In seiner Ansprache betonte Bezold, dass hinter jeder Einbürgerung eine persönliche Lebensgeschichte und eine bewusste Entscheidung stehen. Die 15 Eingebürgerten kommen unter anderem aus Nordmazedonien, Griechenland, Ägypten, der Türkei, der Ukraine, Thailand, Kenia, Nepal, Irland und Portugal. „Heute verbindet sie deshalb nicht ihre Herkunft, sondern eine gemeinsame Entscheidung“, sagte er.
Eine Einbürgerung bedeute dabei nicht, die eigene Geschichte oder Verbundenheit mit dem Herkunftsland aufzugeben. Vielmehr komme mit der deutschen Staatsangehörigkeit ein weiterer Teil der persönlichen Identität hinzu. Seit 2024 ist grundsätzlich auch die Mehrstaatlichkeit möglich.
Zugleich verwies der Erste Beigeordnete auf die Entwicklung der Einbürgerungszahlen in Dormagen. Wurden 2015 noch 91 Menschen eingebürgert, waren es 2025 bereits 182. Im laufenden Jahr sind es bislang 219 Menschen. Damit hat sich die Zahl innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. „Hinter dieser Entwicklung stehen aber keine abstrakten Zahlen. Hinter jeder Einbürgerung steht ein Mensch, eine Lebensgeschichte und eine persönliche Entscheidung“, führte Bezold aus.
Mit der deutschen Staatsangehörigkeit seien nicht nur Rechte und Freiheiten verbunden, sondern auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und das gesellschaftliche Leben mitzugestalten. Dies zeige sich etwa im Beruf, im Verein, in der Nachbarschaft oder in der Familie.
Im Mittelpunkt der Feier stand die Einbürgerungszeremonie mit dem feierlichen Bekenntnis und der anschließenden Übergabe der Einbürgerungsurkunden durch den Ersten Beigeordneten. Den Abschluss bildete das gemeinsame Singen der deutschen Nationalhymne.
Für die musikalische Gestaltung sorgte die Musikschule. Zum Auftakt spielten Lilly Wang und Yuxin Zhang „The Arrival of the Queen of Sheba“ von Georg Friedrich Händel. Im weiteren Verlauf folgten ein emotionaler Gesangsbeitrag von Fiona Engel mit „Was würdest du tun“ sowie zum Abschluss des offiziellen Teils ein vierhändiger Beitrag von Marie Luise Förster und Maya Wrobel mit „Kumru“ von Fazıl Say.
Organisiert wurde die Veranstaltung durch das Amt für Integration und Soziales. Die Moderation übernahm Amtsleiterin Birke Lachnicht-Marx. Im Anschluss an den offiziellen Teil hatten die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sowie ihre Familien, Freunde und Wegbegleiter bei einem gemeinsamen Buffet Gelegenheit, den besonderen Anlass zu feiern.