Dormagen sammelt für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Die fast 840 Kriegsgräberstätten, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) in 46 Ländern pflegt, zeigen seit vielen Jahrzehnten, wohin ein nationalistisches Gegeneinander im schlimmsten Fall führen kann. Das macht den Verein auch zu einem wichtigen Akteur zeitgemäßer Erinnerungskultur. Zu den rund 2,8 Millionen Kriegstoten, deren Gräber der Volksbund pflegt, gehört der gestandene Soldat genauso wie der 15-jährige Flakhelfer und die Zwangsarbeiterin mit kleinem Kind. Die Biografien rücken zunehmend in den Fokus. Jede einzelne ist eine Mahnung zur Bewahrung des Friedens.

Die vielfältigen Aufgaben der Organisation erfüllen neben den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehrere tausend Ehrenamtliche. In Dormagen ist es vor allem die örtliche Reservistenkameradschaft, die den VDK unterstützt. Die ehrenamtlichen Helferengagieren sich nun erneut, um Spenden für die Pflege und den dauerhaften Erhalt deutscher Kriegsgräberstätten zu sammeln.

Die Spendenaktion startet am Samstag, 31. Oktober, ab 9 Uhr mit prominenter Unterstützung durch Bürgermeister Erik Lierenfeld und seine erste Stellvertreterin Katja Creutzmann. Die Veranstaltung findet im HIT-Markt an der Lübecker Straße im Dormagener Einkaufspark „TOP-WEST“ statt. An Allerheiligen bitten die Reservisten auf Dormagener Friedhöfen um Spenden. Eine weitere Sammlung erfolgt am 7. November ab 9 Uhr vor dem Edeka-Markt Knell in Nievenheim. Zudem sind die Männer auf dem Dormagener Wochenmarkt sowie im Rahmen der Haus- und Straßensammlung mit den Spendenbüchsen unterwegs. Alle Sammler können sich mit einem Sammelausweis des Volksbundes ausweisen. 

„Kriegsgräberfürsorge ist heute vor allem Friedensarbeit. Die Kriegsgräberstätten sind Orte der mahnenden Erinnerung“, erklärt Bürgermeister Erik Lierenfeld, der auch Vorsitzender des Dormagener VDK-Ortsverbandes ist. Die langen Gräberreihen zeigen, wohin Diktatur, Nationalismus und Rassismus führen. Der Volksbund leistet wichtige Arbeit, damit die Kriegstoten nicht vergessen werden. „Der Volksbund finanziert sich zu einem großen Teil aus Spendengeldern. Wir würden uns freuen, wenn Sie seine wertvolle Friedensarbeit mit Ihrer Spende unterstützen“, sagt Lierenfeld.