Internationale Wochen gegen Rassismus: Dormagen setzt starkes Zeichen für Menschenwürde und Zusammenhalt

Die Stadt Dormagen zieht eine positive Bilanz der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus. Mit einem vielfältigen Programm setzte die Stadt Dormagen erneut ein deutliches Zeichen für Vielfalt, Respekt und ein gutes Miteinander.

Unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.“ beteiligten sich zahlreiche städtische Akteure, darunter das Integrationsbüro, die Volkshochschule, das FrauenCafé sowie das Gleichstellungsbüro, an den Aktionswochen vom 16. bis 29. März. Ziel war es, Räume für Begegnung, Austausch und Aufklärung zu schaffen.

„Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spannungen sind solche Veranstaltungsreihen unverzichtbar“, betont Volker Lewerenz, Integrationsbeauftragter und Amtsleiter für Integration und Soziales. „Sie machen deutlich, dass Vielfalt eine Stärke ist und dass wir in Dormagen geschlossen für Menschenwürde und Respekt eintreten.“

Ein besonderer Höhepunkt der Wochen war die Film- und Talkrunde „Syrien – ein Land zwischen Trümmern und Hoffnung“ im Ratssaal des Neuen Rathauses. Rund 50 Gäste verfolgten die eindrucksvolle Reportage der WDR-Journalisten Isabel Schayani und Borhan Akid, die Einblicke in die aktuelle Lage in Syrien gaben.

Die Bilder aus der Stadt Homs – geprägt von massiver Zerstörung, aber auch ersten Zeichen von Wiederaufbau – hinterließen einen bleibenden Eindruck. Besonders eindrücklich war die persönliche Perspektive von Borhan Akid, der für die Reportage in sein Geburtsland zurückgekehrt war. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie komplex und fragil die Situation vor Ort weiterhin ist. Thematisiert wurden unter anderem die schwierigen Lebensbedingungen vieler Menschen sowie die Herausforderungen bei einer möglichen Rückkehr Geflüchteter. Der Integrationsbeauftragte Volker Lewerenz betonte in diesem Zusammenhang, dass politische Entscheidungen stets mit Augenmaß getroffen werden müssten. Auch Fragen zur internationalen Diplomatie und zur Zukunft Syriens wurden offen und sachlich diskutiert.

Neben diesem zentralen Programmpunkt trugen auch weitere Veranstaltungen, etwa ein interkulturelles Treffen im FrauenCafé sowie Fachvorträge zu Antisemitismus, dazu bei, unterschiedliche Facetten von Diskriminierung sichtbar zu machen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. „Die große Resonanz zeigt, dass das Interesse an Austausch und Aufklärung ungebrochen ist“, so Lewerenz. „Diesen Dialog werden wir auch über die Aktionswochen hinaus weiterführen.“