Materialknappheit von Baustoffen: Lieferung von Raummodulen verzögert sich

Die Lieferung von Raummodulen für fünf Grundschulen und eine Kita wird sich über die Sommerferien hinaus verzögern. Darüber hat die Stadtverwaltung die betroffenen Schulleitungen informiert. Gründe dafür sind die aufgrund der Corona-Pandemie schwierige allgemeine Marktsituation sowie die extreme Materialknappheit von verschiedenen Baustoffen. 

„Ich bedauere es sehr, dass uns die dringend benötigten Module nicht wie gehofft bis zum Ende der Sommerferien zur Verfügung stehen. Durch den Bauboom in der Corona-Pandemie gibt es zurzeit vor allem einen massiven Holzmangel, wodurch es zum einen allerorten zu Lieferschwierigkeiten kommt und zum anderen absolute Höchstpreise aufgerufen werden“, erklärt der Technische Beigeordnete, Dr. Martin Brans. „Für uns, aber insbesondere für die betroffenen Schulen ist das sehr unbefriedigend. Wir prüfen nun, ob es zu den von uns präferierten ökologisch hergestellten Raummodulen Alternativen gibt, um die Verzögerungen möglichst geringzuhalten.“

Mit dem Anbieter der Raummodule für die Theodor-Angerhausen-Schule, die Erich-Kästner-Schule und die Kita Farbenplanet steht die Stadt im Austausch, inwieweit die Raummodule in der Priorität entsprechend der vorgenannten Reihenfolge schnellstmöglich geliefert werden können. Die Ausschreibung für die Friedensschule in Nievenheim kann nach Ablauf der Bindefrist aufgehoben werden, um eine freihändige Vergabe zu ermöglichen. Um dem akuten Raumbedarf dort Rechnung zu tragen, sollen gegebenenfalls Mietcontainer für Abhilfe sorgen. Die Ausschreibung für die Tannenbusch-Schule in Straberg kann ebenfalls nach Ablauf der Bindefrist aufgehoben werden, um durch eine freihändige Vergabe einen möglichst zeitnahen Fertigstellungstermin realisieren zu können. Da eine zunächst angedachte Nutzung des Dachgeschosses der Tannenbusch-Schule in Delhoven nicht möglich ist, sollen auch dort zwei Raummodule zum Einsatz kommen. Die Ausschreibung für die Module erfolgt zurzeit. Alle Raummodule sollen schnellstmöglich fertiggestellt werden.

Durch den allgemeinen Rohstoffmangel und der gleichzeitig sehr hohen Nachfrage nach Baustoffen sind die Preise zuletzt stark angestiegen. Nach den bisher vorliegenden Angeboten erhöhen sich die Kosten für alle geplanten Raummodule insgesamt um rund zwei Millionen Euro. In einer Sondersitzung des Betriebsausschusses am 18. Mai wird über das weitere Vorgehen entschieden.

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