Pünktlich zum fünften Geburtstag des UNESCO-Welterbes „Grenzen des Römischen Reichs – Niedergermanischer Limes“ ist die neue Radroute entlang der römischen Grenze fertiggestellt. Auf insgesamt 479 Kilometern verbindet sie die Fundplätze des Niedergermanischen Limes in Nordrhein-Westfalen mit dem römischen Erbe am Rhein. Auch Dormagen ist als eine der beteiligten Limeskommunen Teil der Route.
Die Strecke führt von Kleve unter anderem über Kalkar, Xanten, Krefeld, Neuss, Köln und Bonn bis nach Remagen in Rheinland-Pfalz. Sie verläuft weitgehend über das bestehende Radwegenetz und macht die Geschichte des ehemaligen römischen Grenzraums auf besondere Weise erfahrbar. Unterwegs gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Museen zu entdecken, darunter den großen Archäologischen Park Xanten. Rund 1.700 einheitliche Schilder weisen den Weg. Neben der Hauptroute gibt es Alternativ- und spezielle Routen, die auch einzelne Fundplätze erschließen. Mittendrin liegt Dormagen mit seinem vielfältigen römischen Erbe. Drei Ausstellungsorte – das Historische Rathaus, der Römerkeller an St. Michael und der Römergarten – laden dazu ein, die Geschichte der Römer in Dormagen zu entdecken.
„Der Niedergermanische Limes ist ein bedeutender Teil unserer Stadtgeschichte und zugleich ein wichtiger Baustein für den Tourismus in Dormagen. Mit der neuen Radroute wird dieses historische Erbe nun noch besser erlebbar“, sagt der städtische Denkmalschutzbeauftragte Harald Schlimgen. „Gerade für Radfahrerinnen und Radfahrer bietet sich damit eine schöne Möglichkeit, Geschichte, Landschaft und unsere Stadt miteinander zu verbinden.“
Der Niedergermanische Limes markierte rund 450 Jahre lang die Grenze des Römischen Reiches entlang des Rheins. Zahlreiche archäologische Fundplätze zeugen von seiner Bedeutung. Im Jahr 2021 wurde der Niedergermanische Limes mit insgesamt 44 Fundorten in den Niederlanden, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zum UNESCO-Welterbe erklärt. In Nordrhein-Westfalen werden die 24 Fundplätze vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) gemeinsam mit den beteiligten Kommunen, Kreisen und dem Land NRW betreut.
Die neue Radroute ist im Radroutenplaner NRW abrufbar und lässt sich dort für die eigene Tourenplanung nutzen. Ein weiteres Online-Angebot zur Route und zum römischen Erbe am Rhein bietet das LVR-Portal ClickRhein. Weitere Informationen gibt es unter www.radroutenplaner.nrw.de und ClickRhein.
Den fünften Geburtstag des UNESCO-Welterbes feiert Dormagen gemeinsam mit Besucherinnen und Besuchern im Rahmen des diesjährigen Michaelismarktes am 27. September auf der Kölner Straße. Dabei wird die römische Geschichte der Stadt lebendig: Gladiatoren und Legionäre nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise in die Zeit des Römischen Reiches. Ein besonderes Highlight ist ein unterhaltsames Streitwagen-Rennen, bei dem Kinder gemeinsam mit ihren Eltern gegeneinander antreten können. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Aktionen rund um das Thema Römer und das UNESCO-Welterbe.