Neuer Tourismus-Beirat stellte erste Weichen

Am 16. April ist der neu eingerichtete Tourismus-Beirat der Stadt Dormagen erstmals zu seiner konstituierenden Sitzung im Ratssaal zusammengekommen. Das Gremium, dessen Einrichtung der Stadtrat im Dezember 2025 einstimmig beschlossen hatte, soll künftig die strategische Weiterentwicklung des Tourismus in Dormagen begleiten und den politischen Gremien beratend zur Seite stehen. Den Vorsitz des elfköpfigen Beirats übernimmt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Neben Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und SWD gehören dem Gremium insbesondere auch Akteure aus Tourismus, Gastronomie und Hotellerie, Freizeitwirtschaft und Verbänden an. Die SWD übernimmt die Aufgaben der Geschäftsstelle des Beirates. 

Ein zentrales Thema der ersten Sitzung war der Förderantrag „R(h)ein ins Revier – Ritter, Römer, Röhren“, den die SWD gemeinsam mit dem Rhein-Kreis Neuss im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier eingereicht hat. Ziel des Projekts ist es, die touristischen Angebote in Zons, Rheinfeld und Dormagen-Mitte zu einem zusammenhängenden Erlebnisraum zu vernetzen. Im Fokus steht dabei die künftige Rheinwassertransportleitung, die nicht nur als technische Infrastruktur, sondern als Impulsgeber für neue touristische und freizeitbezogene Angebote dienen soll. Geplant sind unter anderem ein familienorientierter „KidsTrail“ in Zons, digitale Rundgänge mit Augmented-Reality-Inhalten, neue Aufenthalts- und Erlebnisorte entlang der Trasse sowie die Inszenierung historischer und technischer Themenwelten. Ergänzt wird das Konzept durch digitale Informationspunkte und ein modernes Besucherleitsystem.

Der Tourismus-Beirat sprach sich einstimmig für das Projekt aus und empfiehlt dessen Weiterverfolgung. Die weiteren Beratungen erfolgen im Hauptausschuss am 12. Mai sowie im Stadtrat am 19. Mai 2026.

Ebenfalls positiv bewertet wurde die geplante Bewerbung der Stadt Dormagen als bundesweite Eröffnungsstadt für den Tag des offenen Denkmals im Jahr 2027. Die Untere Denkmalbehörde der Stadtverwaltung und die SWD hatten hierzu bereits ein erstes Konzept entwickelt und dieses im März der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vorgestellt. Die Rückmeldung fiel durchweg positiv aus – das Konzept wurde als interessant und bewerbungsfähig eingeschätzt.

Mit der historischen Altstadt Zons, dem Kloster Knechtsteden, römischen Fundstätten in der Innenstadt sowie zahlreichen weiteren Denkmälern verfügt Dormagen über ein breites und vielfältiges kulturelles Angebot. Als Eröffnungsstadt des größten Kulturevents Deutschlands könnte die Stadt bundesweite Aufmerksamkeit erzielen und ihre touristische Strahlkraft deutlich erhöhen. Für die Ausrichtung der Veranstaltung wird aktuell mit einem Budget von rund 50.000 Euro gerechnet, wobei ein Teil durch externe Partner und Fördermittel gedeckt werden soll.

Der Tourismus-Beirat wird künftig regelmäßig öffentlich tagen und die Entwicklung des Tourismus in Dormagen aktiv begleiten. Ziel ist es, die vorhandenen Stärken weiter auszubauen, neue Impulse zu setzen und den Tourismus als wichtigen Baustein für Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt zu stärken.

„Die erste Sitzung war sehr vielversprechend. In der konstruktiven und engagierten Diskussion ist deutlich geworden, welches Potenzial in diesem Gremium steckt. Wir haben wichtige Themen adressiert und konnten bereits erste richtungsweisende Weichen für die zukünftige Tourismusentwicklung in Dormagen stellen“, zog Bürgermeister Erik Lierenfeld nach der Sitzung ein positives Fazit.