Nutzung von Wirtschaftswegen: Stadt und Landwirtschaft werben für Verständnis

Im Rahmen eines Treffens mit ortsansässigen Landwirtinnen und Landwirten am Mittwoch, 15. April, im Technischen Rathaus hat die Stadt Dormagen erneut aktuelle Herausforderungen in der landwirtschaftlichen Praxis aufgegriffen. Der regelmäßige Austausch mit der Landwirtschaft hat sich bereits in der Vergangenheit als wertvoll erwiesen und dient dazu, konkrete Probleme frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Ein zentrales Thema des aktuellen Treffens war die zunehmende Nutzung von Wirtschaftswegen durch unterschiedliche Verkehrsteilnehmende. Die anwesenden Landwirte wiesen darauf hin, dass es vermehrt zu Konflikten zwischen landwirtschaftlichem Verkehr sowie Radfahrenden und Fußgängerinnen und Fußgängern kommt. Besonders häufig treten diese Spannungen auf dem Holzweg auf, der gleichzeitig als Fahrradstraße ausgewiesen ist. 

Grundsätzlich dienen Wirtschaftswege in erster Linie der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung. Landwirte sind auf diese Wege angewiesen, um ihre Felder zu erreichen und zu bewirtschaften. Dabei kommen regelmäßig große und teilweise schwer manövrierbare Maschinen zum Einsatz, die entsprechend Platz benötigen und nicht kurzfristig ausweichen können. 

Vor diesem Hintergrund appellieren Stadtverwaltung und Landwirtschaft an alle Nutzerinnen und Nutzer, Verständnis für die jeweiligen Anforderungen aufzubringen. „Unsere Landwirtinnen und Landwirte leisten einen wichtigen Beitrag für die Versorgung der Bevölkerung und die Pflege unserer Kulturlandschaft. Gleichzeitig sind unsere Wirtschaftswege auch für viele Bürgerinnen und Bürger attraktive Freizeitorte. Umso wichtiger ist es, dass alle Nutzergruppen respektvoll miteinander umgehen und Rücksicht nehmen“, betont Bürgermeister Erik Lierenfeld.