Die Nachricht über die geplatzten Fördermittel des Rheinischen Reviers hat viel Gegenwind im Land verursacht. Zahlreiche Bauprojekte sind abhängig von dieser Förderung. So auch die geplante Sanierung des Leibniz-Gymnasiums in Hackenbroich für rund 70 Millionen Euro. Ein Großteil der Kosten sollte mit Hilfe dieser Fördermittel abgedeckt werden. Jetzt rudert das NRW-Ministerium zurück und erklärt, dass das Programm kurzfristig erneut geöffnet werden soll. Dies käme auch den Sanierungsplänen des Leibniz-Gymnasium zugute.
„Wir sind sehr erfreut über die Nachricht einer angekündigten Verlängerung beziehungsweise Neuauflage des Förderprogramms im Rheinischen Revier. Denn für die geplante Maßnahme am Leibniz-Gymnasium sind wir bei der momentanen Haushaltssituation auf die Förderung in besonderem Maße angewiesen“, sagt Kämmerer Dr. Torsten Spillmann. „Andernfalls könnten nur die notwendigsten Maßnahmen umgesetzt werden. Dies würde über die Jahre zu einer Mehrbelastung bei unserem Eigenbetrieb, dem Haushalt und bei den Nutzern des Gymnasiums führen.“
Für die weiteren Planungen bedeutet dies, dass die Stadt weiterhin an der Einreichung des Förderantrags in der bislang vorgesehenen Form festhält. Die Verwaltung hat am 27. Mai 2026 in Abstimmung mit den internen und externen Projektbeteiligten festgelegt, die Anträge – wie ursprünglich bis zum Förderstopp geplant – einzureichen.
Parallel dazu werden die bereits aufgehobenen europaweiten Vergabeverfahren mit verlängerter Frist fortgeführt.
„Nach Einreichung der Förderanträge werden wir die möglichen Szenarien für die Sanierung des Leibniz-Gymnasiums prüfen, da derzeit noch offen ist, ob und wann ein positiver Förderbescheid eingeht. Die Umsetzung der Maßnahmen ist an einen positiven Förderbescheid gebunden, da sonst nicht ohne weiteres die städtischen Mittel freigegeben werden können“, betont Spillmann.
Ein genauer Beginn der Arbeiten am Leibniz-Gymnasium lässt sich derzeit noch nicht benennen. Zunächst sind die weiteren Förderentscheidungen abzuwarten sowie im weiteren Projektverlauf die politischen Gremien einzubinden.