Sitzung des Hauptausschusses: Entscheidung über Sonderprogramm Wohnungsbau in die Ratssitzung am 23. Juni vertagt

In der gestrigen Sitzung des Hauptausschusses haben die Mitglieder mehrheitlich beschlossen, die Diskussion über das Sonderprogramm Wohnungsbau in der nächsten Ratssitzung fortzuführen. Eine Entscheidung über die Verwaltungsvorlage soll erst dann getroffen werden. Vorausgegangen waren dem Beschluss Einwände von Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen eines Bürgerdialogs am Dienstag in der Kulturhalle. Insbesondere gegen die seitens der Stadtverwaltung eingebrachten Ideen zu einer möglichen Bebauung in Delhoven östlich des Supermarktes REWE sowie auf einer Fläche südlich der Brahmsstraße in Stürzelberg gab es kritische Rückmeldungen.

„Die Bürgerveranstaltung war für uns sehr wichtig. Sie hat uns das klare Signal gegeben, unsere Planungen noch einmal kritisch zu hinterfragen und an der einen oder anderen Stelle zu konkretisieren“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Die Bürgerinnen und Bürger sollen in die nächsten Planungen weiter eng eingebunden werden. Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates für das Sonderprogramm sind weitere Bürgerbeteiligungsformate vorgesehen. „Wir stellen die Bürgerinnen und Bürger nicht vor vollendete Tatsachen. Im Gegenteil: Der Bürgerdialog war bloß der Auftakt der Diskussion. Anregungen und konstruktive Kritik lassen wir natürlich in unsere Überlegungen einfließen. Wir wollen gemeinsam im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern an einer vernünftigen Lösung arbeiten und werden aus dem Grund auch weitere aktive Partizipationsmöglichkeiten anbieten“, kündigt er an. Wichtig sei bei aller Kritik jedoch, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Denn der angespannte Wohnungsmarkt in Dormagen erfordere ein schnelles Handeln. „Es geht bei diesem Sonderprogramm nicht allein um Geflüchtete, sondern um Wohnraum für alle. Wir haben jetzt die große Chance, den Wohnungsbau ein gewaltiges Stück nach vorne zu bringen. Hiervon profitieren alle“, betont der Bürgermeister.

Neben dem Sonderprogramm Wohnungsbau wird im Stadtrat unter anderem über das Konzept des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) mit zugehörigem Masterplan Innenstadt beraten. Mit dem erstellten ISEK liegt der Stadt Dormagen eine Grundlage und ein Ausgangspunkt für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Innenstadt vor, über die die Mitglieder des Rates in der Sitzung befinden sollen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Ratssitzung ist das Stadtjubiläum „650 Jahre Zons“, das im kommenden Jahr begangen werden soll. Vorgesehen ist, statt einer singulären Jubiläumsveranstaltung ein „Jubiläumsjahr“ zu feiern. Etablierte Veranstaltungen sollen unter ein verbindendes Motto „650 Jahre Zons“ gestellt und thematisch passende (Veranstaltungs-)Bestandteile entwickelt werden. Der Beschlussvorschlag sieht vor, das vorgelegte und durch die Stadtverwaltung erarbeitete Konzept im Jahr 2023 umzusetzen.

Bürgerinnen und Bürger, die an einer Teilnahme an der Ratssitzung am 23. Juni ab 17.30 Uhr im Ratssaal interessiert sind, können sich mit ihren Kontaktdaten im Ratsbüro der Stadt per E-Mail an ratsbuero[@]stadt-dormagen.de oder telefonisch unter 02133 257 115 anmelden.

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