Stadt Dormagen bewirbt sich mit KI-Assistent um Landespreis für innovative interkommunale Zusammenarbeit

Die Stadt Dormagen bewirbt sich mit dem Projekt „KI-Assistent Erlassdatenbank im Ausländeramt“ bei der Initiative „Interkommunales NRW“ um den Landespreis für innovative interkommunale Zusammenarbeit in der Kategorie „Kommunale Pflichtaufgaben & Innere Verwaltung“.

Der gemeinsam mit einem lokalen Partner entwickelte KI-Assistent unterstützt die Mitarbeitenden des Ausländeramts bei der rechtssicheren Einzelfallprüfung. Dafür erschließt das System mehr als 12.000 regelmäßig aktualisierte Bundes- und Landeserlasse und stellt relevante Regelungen fallbezogen und mit Quellenangabe bereit. Aufwändige Recherchen werden reduziert, Verfahren beschleunigt und die Servicequalität für Bürgerinnen und Bürger verbessert. Die fachliche Entscheidung verbleibt jederzeit bei den Mitarbeitenden.

Anlass für die Entwicklung waren der hohe Rechercheaufwand und die stetig wachsende Komplexität des ausländerrechtlichen Regelwerks. Die Lösung ist vollständig in die bestehenden Arbeitsprozesse integriert, skalierbar und aufgrund landesweit vergleichbarer Erlassinhalte auch für andere Kommunen übertragbar.

„Mit unserer Bewerbung um den Landespreis möchten wir den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung stärker sichtbar machen und aufzeigen, wie sie konkret entlastet, Rechtssicherheit stärkt und zugleich als übertragbare Lösung für andere Kommunen dienen kann““, sagt Fritz Bezold, Erster Beigeordneter der Stadt Dormagen.

Der KI-Assistent wurde von Beginn an mit Blick auf Nachnutzung und Wissenstransfer entwickelt. Durch die interkommunale Zusammenarbeit schafft das Projekt eine belastbare Grundlage, um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung effizient und nachhaltig weiterzuentwickeln.