Der Tannenbusch hat drei neue Jungtiere aufgenommen. Zum einen handelt es sich um zwei Angler Rinder, zum anderen um eine Wildziege. Alle drei Tiere stammen aus dem Tierpark Arche Warder in Schleswig-Holstein.
Die kleine Wildziege, namens Fräulein Schmidt II, ist zusammen mit den Zwergziegen im Gehege am Haupteingang untergebracht. Sie ist gerade einmal ein halbes Jahr alt und noch sehr scheu. Während die zehn Zwergziegen sich neugierig am Zaun tummeln – in der Hoffnung, Futter von den Besucherinnen und Besuchern abzugreifen – hält sich die kleine braune Wildziege noch mehr im Hintergrund.
Weibliche Wildziegen sind gelblich-braun gefärbt mit einem dunklen Rückenstreifen. Sowohl die Männchen, als auch die Weibchen tragen Hörner, allerdings sind die der Männchen deutlich größer. Wildziegen sind sehr gute Kletterer. In der freien Natur können gewisse Arten sogar an fast senkrechten Steilwänden hochklettern. Sie sind reine Pflanzenfresser und leben gerne in Herden, weshalb der Tannenbusch noch mindestens eine weitere Wildziege aufnehmen möchte. Jedoch gibt es in Deutschland nur noch zwei Tierparks mit Wildziegen – den Tannenbusch und den Tierpark Warder. Deshalb ist das Jungtier derzeit bei den Zwergziegen untergebracht.
Anna und Elsa, die zwei jungen Angler Rinder, haben sich hingegen bereits sehr gut in die fünfköpfige Rindergruppe integriert. Sie ergänzen die zwei Auerochsen und ein weiteres Hausrind. Die beiden Neuzugänge tragen ein rötliches Fell und sind in diesem Frühjahr zur Welt gekommen. Angler Rinder gelten als stark vom Aussterben gefährdete Tierart. Laut der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) ist diese Rinderrasse auf der höchsten Gefährdungsstufe eingeordnet.
Übrigens: Den Namen Angler erhielt diese Rinderrasse aufgrund ihrer Herkunft, denn sie stammt ursprünglich aus Angeln, einer deutschen Halbinsel in der Ostsee auf der Kimbrischen Halbinsel.
Im Tannenbusch leben rund 150 Säugetiere und weit mehr als 50 Wasser- und Hühnervögel. Dazu zählen unter anderem Enten, Schweine, Ziegen, Rinder, Schafe und Esel sowie Hirsche, Rehe, Luchse, Waschbären, Vikunjas und Pferde, aber auch Greifvögel sowie Feuersalamander. Der Tierpark Tannenbusch wird von der Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft Dormagen betrieben. Alle Tiere – bis auf die Salamander – sind Eigentum der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.
Wer den Tierpark Tannenbusch besuchen möchte, kann dies täglich von 8 bis 18 Uhr machen. An Sonn- und Feiertagen wird eine Parkplatzgebühr von 3 Euro erhoben. Der Eintritt in den Tierpark ist kostenlos.