Neue Wege geht das städtische Kulturbüro mit dem ersten True Crime-Abend in seinem Programm. „Der Tod des Treuhand-Chefs – Als die RAF ihren letzten Mord beging“ heißt es am Freitag, 20. Februar, um 20 Uhr in der Kulturhalle Dormagen. Die beiden Düsseldorfer Journalisten Christian Herrendorf und Hans Onkelbach schildern die Tatnacht, die Zeit danach und die Entwicklung der RAF in Deutschland. Onkelbach war in den 1990er-Jahren Reporter der Rheinischen Post in Düsseldorf und hat die Ermittlungen der Polizei begleitet.
Am 1. April 1991 wurde im Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel der Manager Detlev Karsten Rohwedder durch das Fenster seines Arbeitszimmers erschossen. Rohwedder war Chef der Treuhand, der Gesellschaft, die nach der Wiedervereinigung die Eingliederung oder Abwicklung zahlreicher Betriebe in der früheren DDR regelte. Durch Spuren am Tatort und ein Bekennerschreiben war schnell klar: Rohwedder war von Mitgliedern der Terrorgruppe Rote Armee Fraktion (RAF) getötet worden. Der Fall erregte beispielloses Aufsehen, auf allen Ebenen wurde ermittelt.
Karten gibt es im Vorverkauf für 24,10 Euro (Abendkasse 30 Euro) und im Ticket-Shop im Internet unter dormagen.reservix.de sowie in der City-Buchhandlung an der Kölner Straße 110 in Dormagen.