Corina Wyrwich und Kamila Dabrowska zeigen Beuys, Falco und Sansibar im Kulturhaus

„Bigos mit schwarzen Tomaten“ lautet der originelle Titel einer Kunstausstellung, die Bürgermeister Erik Lierenfeld am Dienstag, 3. Mai, um 19.30 Uhr in der Glasgalerie des Dormagener Kulturhauses eröffnen wird. Die beiden Künstlerinnen Kamila Dabrowska und Corina Wyrwich zeigen auf drei Etagen rund 80 sehenswerte Kunstwerke.

Das Gros der Ausstellung bilden gesprayte oder mit Acryl gemalte Stencilarbeiten von Corina Wyrwich. Die 36-jährige Nievenheimerin, die unter dem Künstler-Namen Luetze firmiert, hat Größen wie Amy Winehouse, Queen, Joseph Beuys, Falco und Chester Bennington kunstvoll in Szene gesetzt. Sie beweist Originalität und Witz zugleich – so etwa mit ihren Bildern „Wenn Du rumzickst“, „Der Schneehase“ und „Die Liebespolizei“.

Kamila Dabrowska ist eine renommierte Fotografin. „Ich sehe den Menschen und begleite ihn achtsam mit meiner Kamera, halte große Momente und diese kleinen Gesten, Blicke und Persönlichkeit im Bild fest“, sagt die aus Polen stammende Kölnerin. „She´s like the wind“, „Kicked like“ und „Stronger“ heißen drei ihrer in Dormagen ausgestellten Fotografien.

Der Zufall und die Suche nach einer Passion führte Kamila Dabrowska und Corina Wyrwich zusammen. Beide stellten fest, dass die größten Steine, die im Weg liegen, die selbst gelegten sind. So kamen sie auf den Geschmack von schwarzen Tomaten, wodurch ein bunter Eintopf des Lebens entstand. Dieser spiegelt ihre Arbeiten wider: Herzhaft, mit einem lieblichen Abgang. Eine Auswahl ihrer Vielschichtigkeit präsentieren die beiden Frauen in Form von originellen Fotografien und Stencilarbeiten.

Zur Vernissage am 3. Mai um 19.30 Uhr sind Interessierte herzlich willkommen. Die Ausstellung ist bis zum 12. August, jeweils montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr, (während der Sommerferien vom 27. Juni bis 9. August werktags von 9 bis 16 Uhr) zu sehen. Im Kulturhaus ist eine FFP2-Maske zu tragen. Der Eintritt ist frei. Fragen zum städtischen Ausstellungsprogramm beantwortet das Kulturbüro-Team telefonisch unter 02133 257 320.

In neuem Licht bei der D´Art 2022

Das städtische Kulturbüro hat das Thema der diesjährigen, größten Gemeinschaftsausstellung Dormagener Künstlerinnen und Künstler bekanntgegeben. „In neuem Licht“ lautet es. Die 18. D´Art, die vom 4. November 2022 bis 22. Februar 2023 stattfinden wird, bietet zudem in diesem Jahr ein Novum auf: Sie wird erstmals sowohl im Dormagener Kulturhaus ausgestellt als auch zusätzlich in digitaler Form im Internet unter www.dormagen.de/dart22 zu sehen sein. Damit heimische Kreative genügend Zeit haben, sich mit dem Thema künstlerisch auseinanderzusetzen, informiert das städtische Kulturbüro frühzeitig über die Details.

Die D´Art ist kein reiner Wettbewerb für Profis, sondern vor allem eine Chance für leidenschaftliche Kunstschaffende. Teilnehmen können Interessierte ab 16 Jahren, die im Stadtgebiet wohnen oder dort künstlerisch aktiv sind. Bewerberinnen und Bewerber können maximal drei Kunstwerke in Form von Bildern, Fotos, Collagen, Skulpturen und Plastiken einreichen. Erstmals zugelassen sind auch Videoformate, wenn auch nur für die Online-Ausstellung.

Weitere Vorgaben machen die Organisatoren bewusst nicht. „Die Kunstwerke müssen lediglich dem Motto „In neuem Licht“ entsprechen“, sagt Kulturbüro-Leiter Olaf Moll. Noch bleibt genügend Zeit: Die Werke selbst müssen erst vom 17. bis 26. Oktober im Kulturbüro abgegeben werden.

Bei der Ausrichtung der 18. D´Art kann das Kulturbüro wieder auf die großartige Unterstützung mehrerer ehrenamtlich tätiger Kunstexpertinnen und Kunstexperten bauen. So bilden Melanie Guthe, bildende Künstlerin aus Düsseldorf, Martina Storm, Kunstlehrerin an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Nievenheim, und Holger Hagedorn, Multimedia-Künstler aus Pulheim, erneut die Jury. Das bewährte Organisationsteam verstärken einmal mehr die heimischen Kreativen Irmela Hauffe, Maja Wojdyla und Ulrico Czysch.   

Die Schirmherrschaft hat erneut der Dormagener Reinhard Knauft, Geschäftsführer und Gründer der KSWG Steuerberatungsgesellschaft mbH, übernommen. Die jeweils drei besten Exponate in der Altersklasse bis 25 Jahren sowie über 25 Jahren werden prämiert.

Fragen zur D´Art beantwortet das Kulturbüro-Team telefonisch unter 02133 257 320. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es im Internet unter  www.dormagen.de/dart22.

Virtuelle Kunstausstellung über „Dormagens verborgene Schätze“

„Dormagens verborgene Schätze“ lautet der Titel einer virtuellen Kunstausstellung, die jetzt im Internet unter www.dormagen.de/ausstellung zu sehen ist. Kunsthistorikerin Denise Trump hat aus der städtischen Kunstsammlung, die knapp 5.000 Werke umfasst, eine interessante Auswahl an Exponaten getroffen. „Es handelt sich zumeist um Ankäufe aus den Ausstellungen der vergangenen Jahrzehnte, die den kleineren Zweig der Sammlung bilden. Sie beinhalten in Dormagen bekannte, aber auch unbekanntere Positionen, die unterschiedlichste Biographien sowie Handschriften offenbaren und die kulturelle Identität der Stadt maßgeblich mitprägen“, erläutert Denise Trump.

Bekannte heimische Künstlerinnen und Künstler wie Anne Becker-Küpper, Joachim Braatz, Heike und Hans Gödecke, Jutta Kükenthal sowie Hans-Jürgen Knoll und Anita Schüller sind mit jeweils einem Werk ebenso vertreten wie internationale Kreative. Zu denen zählen der Londoner David Taborn, die belarussische Malerin Olga Domanova-Kondo und der zu Lebzeiten in der Schweiz beheimatete Kunstpädagoge Dieter Linxweiler. Einen Höhepunkt der Schau bildet die Arbeit „Parlament“ von Jörg Immendorff, einer der bedeutendsten Künstler Nachkriegsdeutschlands. Ebenfalls bemerkenswert sind drei Studien, die Theo Blum unter dem selten geführten Aliasnamen „Fleury“ gefertigt hat.

Aus dem Nachlass des Zonser Ehrenbürgers besteht auch der Großteil der Dormagener Kunstsammlung. Rund 2400 Druckgrafiken, 1700 Zeichnungen sowie eine Vielzahl von Ölgemälden und weiteres Zubehör wie Druckplatten und Glasplattennegativen hat Theo Blum der damaligen Stadt Zons übergeben. Im Zuge der kommunalen Neugliederung 1975 übernahm die Stadt Dormagen als Rechtsnachfolge das Vermächtnis des künstlerischen Werks sowie den schriftlichen Nachlass, der im Archiv des Rhein-Kreis Neuss aufbewahrt wird.

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