Zu einem Austausch über aktuelle kommunale Herausforderungen trafen sich Erik Lierenfeld und die Landtagsabgeordnete Heike Troles am Mittwoch, 18. Februar im Dormagener Rathaus. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle Herausforderungen für Kommunen sowie landespolitische Rahmenbedingungen.
Ein zentrales Thema war der Todesfall des 14-jährigen Schülers Yosef. Dabei ging es auch um die Auswirkungen des Todesfalls auf die städtische Jugendhilfe. Beide Gesprächspartner sind sich einig, dass die klassische Jugendhilfe bei derartigen Fällen an ihre Grenzen stößt und dass es zusätzlicher Unterstützungsangebote und Strukturen auf Landesebene bedarf.
Weitere Themen des Gesprächs waren die aktuelle Situation der chemischen Industrie in Dormagen und deren Entwicklungsperspektiven in den kommenden Jahren. Außerdem ging es um das Thema Kindertagesbetreuung. In diesem Zusammenhang berichtete Lierenfeld von den positiven Erfahrungen mit dem Dormagener Pilotprojekt, bei dem die Gruppengrößen in städtischen Kitas reduziert werden, um Erzieherinnen und Erzieher zu entlasten und die Betreuungssituation zu verbessern, was zugleich die pädagogische Qualität stärken soll.
„Nur wenn wir Herausforderungen klar benennen und Erfahrungen weitergeben, können wir gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln und die Städte und Gemeinden gezielt stärken. Aus dem Grund ist es ungemein wichtig, im kontinuierlichen Dialog mit der Landespolitik zu stehen und sich zu aktuellen Herausforderungen auszutauschen“, betont Bürgermeister Erik Lierenfeld.
Heike Troles ergänzt: „Unsere Städte und Gemeinden leisten Enormes – für Familien, für Kinder und Jugendliche, für Wirtschaft und Zusammenhalt vor Ort. Die Herausforderungen vor Ort zeigen sehr deutlich, wie eng Land und Kommunen miteinander verbunden sind. Für mich ist klar: Wir stehen nicht nur an der Seite unserer Städte und Gemeinden – wir tragen gemeinsam Verantwortung. Der kontinuierliche Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort ist dabei unverzichtbar, denn nur gemeinsam können wir die Herausforderungen unserer Zeit verantwortungsvoll bewältigen.“