Dormagener Stadtrat beriet über Sicherheitskonzept, Kitaplanung und Tourismusprojekte

Der Rat der Stadt Dormagen hat am Dienstag, 19. Mai, mehrere wichtige Beschlüsse getätigt. So konnte der Vertrag mit der Verbraucherzentrale NRW bis 2030 verlängert werden. Zudem hat sich der Stadtrat einstimmig für eine Bewerbung Dormagens als bundesweite Eröffnungsstadt für den Tag des offenen Denkmals 2027 ausgesprochen. Mit der mittelalterlichen Zollfeste Zons, Kloster Knechtsteden, dem römischen Erbe in der Innenstadt und zahlreichen weiteren Denkmalstandorten möchte sich Dormagen bundesweit präsentieren.

Zudem haben sich die Ratsmitglieder über das Strukturwandel- und Tourismusprojekt „R(h)ein ins Revier – Ritter, Römer, Röhren“ ausgetauscht. Auf Anregung von Renate Wolter soll es einen Beteiligungstermin für die Bürgerschaft geben. Ziel des Projekts ist es, touristische Potenziale in Zons, Rheinfeld und Dormagen-Mitte stärker miteinander zu vernetzen und durch digitale Angebote neue Aufenthaltsorte sowie touristische Infrastruktur weiterzuentwickeln.

Des Weiteren wurde das Sicherheitskonzept der geplanten Polleranlage für die Zugänge zur Kölner Straße beschlossen. Dies sieht vor, dass im ersten Schritt die Betonblöcke an der Kölner Straße durch absenkbare Poller getauscht werden. Mit den hier gewonnenen Erfahrungen wird dann ein Umsetzungskonzept für Zons erarbeitet und zu gegebener Zeit dem Stadtrat vorgelegt werden. An der Kölner Straße sollen die Poller sowohl am südlichen als auch am nördlichen Ende, an der Nettergasse und an der Marktstraße installiert werden. Diese werden dauerhaft hochgefahren sein. Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und Anwohnende mit Sondergenehmigung können die Poller jederzeit passieren. 

Außerhalb von Märkten und Veranstaltungen ist zwischen 5 und 11 Uhr ein Passieren für Berechtigte möglich. Die Poller senken sich bei Heranfahren ab. Dies ermöglicht dem Lieferverkehr den Zugang zur Kölner Straße. Für alle anderen ohne Sondergenehmigung ist das Befahren der Kölner Straße dennoch generell verboten. Darauf weist auch eine entsprechende Beschilderung hin. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 420.000 Euro.

Aufgrund eines Bürgerantrags wurde darüber hinaus über die geplante Kindertagesstätte in Stürzelberg diskutiert. Unter anderem ging es um die vorgesehene Größe der Einrichtung, den Standort und die Verkehrssituation. Beschlossen wurde nun, dass die Kita fünfgruppig anstatt sechsgruppig sein wird. Zur Parkplatzsituation informierte Hans-Werner Wenzel vom Evangelischen Sozialwerk, das Träger der Kita sein wird, dass bereits 16 Parkplätze zur Verfügung stehen würden und weitere 6 Kurzzeitparkplätze geschaffen werden könnten. So würden insgesamt 22 Plätze zur Verfügung stehen.

Des Weiteren befasste sich der Rat mit der Einführung der Grundsteuer C zum 1. Januar 2027. Die Verwaltung wurde beauftragt, Eigentümerinnen und Eigentümer unbebauter, aber baureifer Grundstücke über die geplante Regelung zu informieren. Nach aktuellen Prüfungen erfüllen derzeit 236 Grundstücke im Stadtgebiet die Voraussetzungen für die Grundsteuer C. Mit der Maßnahme möchte die Stadt zusätzliche Anreize schaffen, dringend benötigten Wohnraum zu entwickeln und baureife Flächen einer Bebauung zuzuführen. Dabei betont die Stadt ihre Bereitschaft, die Grundstücke zum jeweiligen Bodenrichtwert anzukaufen.