Feuerwehr, DLRG und Stadt geben Hinweise zum richtigen Verhalten bei Hitze

Jeder weiß, dass er sich bei Hitze so wenig wie möglich in der Sonne aufhalten und viel trinken sollte. Doch was gibt es noch alles zu beachten? Vor allem auch beim Umgang mit Tieren und Kindern? Warum sollte man nicht auf einer Wiese parken und wo liegen Gefahren für einen selbst? Darüber geben die Feuerwehr Dormagen und die DLRG Auskunft und Hinweise zu den richtigen Verhaltensweisen.

 

Tiere und Kinder nicht in Fahrzeugen lassen
Hohe Temperaturen können insbesondere für Kinder und Tiere schnell lebensgefährlich werden. Erst kürzlich musste die Feuerwehr Dormagen einen Hund aus einem verschlossenen, überhitzten Fahrzeug retten. Bereits bei einer Außentemperatur von 30 Grad Celsius steigt die Temperatur im Fahrzeuginneren innerhalb von fünf Minuten auf etwa 34 Grad, nach einer halben Stunde auf 46 Grad und nach einer Stunde auf bis zu 56 Grad. Die Feuerwehr Dormagen appelliert daher, Kinder und Tiere auch für kurze Zeit niemals unbeaufsichtigt im Fahrzeug zurückzulassen. 

Wer ein Kind oder Tier in einem offensichtlich überhitzten Fahrzeug bemerkt und eine akute Gefahr vermutet, sollte unverzüglich den Notruf 112 verständigen.

 

Weggeworfene Zigarettenkippen – hohe Brandgefahr
Im Süden Europas brennen immer wieder große Flächen, die Einsatzkräfte kämpfen tagtäglich gegen das Feuer. Gerade in heißen Tagen ist die Brandgefahr auch in unseren Gefilden stark erhöht. In den vergangenen Wochen musste die Feuerwehr Dormagen mehrmals brennende Felder löschen. Oftmals sind achtlos weggeworfene Zigarettenkippen der Grund für die fahrlässige Brandstiftung. Gerade die abgeernteten Felder und trockenen Grünstreifen sind sehr leicht entzündbar. 

Vorsicht ist auch beim Ausflug geboten. Wer sein Auto am Randstreifen oder auf einer Wiese abstellt, läuft Gefahr, dass sich durch den heißen Katalysator ein Brand entzündet. Schnell brennen dann Wiese und Fahrzeug. Zudem warnt die Feuerwehr davor, im Wald oder auf der Flur ein Feuer zu entzünden – ob Lagerfeuer, beim Grillen oder ähnliches – es herrscht hohe Brandgefahr. Ein Funke genügt, um in Sekunden einen großflächigen Brand auszulösen.

 

Schwimmen und Baden im Rhein verboten!
Im Rhein zu baden oder zu schwimmen ist lebensgefährlich! Deshalb hat die Stadt Dormagen seit dem vergangenen Jahr ein Badeverbot im Rhein verhängt. Dies befürwortet auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Denn zum einen entsteht eine enorme Sogwirkung durch vorbeifahrende Schiffe. Dies kann dazu führen, dass Personen aus vermeintlich sicheren Bereichen in Richtung Fahrwasser und damit in die starke Hauptströmung gezogen werden. Insbesondere Kinder, aber auch Erwachsene, können dabei schnell den Halt verlieren und von den Wassermassen mitgerissen werden. 

Zum anderen wird die Strömung des Rheins, die selbst für geübte Schwimmer nicht immer erkennbar ist, häufig unterschätzt. Und Achtung: Durch den aktuell sehr niedrigen Pegelstand des Rheins haben sich derzeit viele Uferbereiche weiter Richtung Flussmitte verlagert. Dadurch gelangen Menschen beim Baden oder Schwimmen aktuell sehr schnell ins eigentliche Fahrwasser, in dem die Strömung besonders stark ist. Darüber hinaus können sich an und zwischen den Kribben Strudel bilden, die Personen erfassen und unter Wasser ziehen können. 

„Die Chancen, eine Person nach einem Badeunfall oder einem Sturz in den Rhein zu finden, sind aufgrund der starken Strömung und der zahlreichen Unwägbarkeiten leider oftmals gering. Dennoch nehmen wir jede Alarmierung sehr ernst“, sagt Jörg Dittmar von der DLRG Dormagen und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Deshalb lasst das Schwimmen und Baden im Rhein! Denn auch wir Einsatzkräfte bringen uns hierbei teilweise in Gefahr.“ 

Auch hierbei gilt: Wer eine hilfesuchende Person im Rhein entdeckt, sollte unverzüglich den Notruf 112 verständigen. Auf keinen Fall hinterher springen!

 


Baden in Seen nur in erlaubten Bereichen
Auch das Baden in Seen kann zur Gefahr werden, wenn man sich nicht richtig verhält. Zum einen ist es wichtig, nur an Stellen ins Wasser zu gehen oder zu springen, die auch für den Badebetrieb explizit ausgewiesen sind. Die einzige zugelassene Stelle zum Schwimmen und Baden am Straberger See ist der Bereich des Strabeachs. Dieser wird zudem von Rettungsschwimmern der DLRG beaufsichtigt. Das übrige Gelände des Straberger Sees – wie auch alle anderen Seen im Stadtgebiet – sind privates Gelände, das nicht betreten werden darf.

Hinzu kommt, dass in diesen Bereichen des Straberger Sees teilweise noch aktiv Sand und Kies abgebaut wird, was zum Nachrutschen und Abbrechen von Uferteilen führt. Auch Teile der Förderanlagen und unter Wasser gespannte Drahtseile bilden hier eine Gefahr. Zudem sollte man weder alkoholisiert noch sehr aufgeheizt ins kalte Wasser springen, da diese Temperaturunterschiede zu einem plötzlichen Kreislaufversagen führen können.

Und: Im Notfall sind diese Seen und Bereiche teils auch sehr schwer für die Einsatzkräfte erreichbar. 


 

Rettungswege und Zufahrten freihalten
Und ein letzter, wichtiger Hinweis: Alle Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, alle Rettungswege sowie Wege und Zufahrten in den Wald- und in Erholungsgebieten unbedingt freizuhalten. Dies kann Leben retten!