Gedenken an die Befreiung Dormagens: Erinnerung an Freiheit und Verantwortung

Mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal neben dem Historischen Rathaus hat die Stadt Dormagen am Donnerstag, 5. März, an die Befreiung der Stadt vom Nationalsozialismus erinnert. Genau 81 Jahre zuvor, am 5. März 1945, rückten amerikanische Truppen in Dormagen ein und beendeten damit den Zweiten Weltkrieg für die Stadt.

Schüler der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule legten gemeinsam mit der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin Katja Creutzmann einen Kranz nieder. Die Reservistenkameradschaft Dormagen sowie Bürgerinnen und Bürger nahmen ebenfalls an der Gedenkveranstaltung teil, die auf Initiative des Dormagener Dokumentarfilmers Egmont Worms zustande gekommen war.

In ihrer Ansprache erinnerte Creutzmann daran, dass der 5. März 1945 das Ende von Krieg, Angst und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft in Dormagen markierte. Gleichzeitig sei dieser Tag Mahnung und Auftrag für die Gegenwart. Mehr als 50 Millionen Menschen verloren im Zweiten Weltkrieg ihr Leben – Soldaten ebenso wie unzählige Zivilistinnen und Zivilisten. Hinter jeder Zahl stehe ein menschliches Schicksal, dessen Erinnerung wachgehalten werden müsse.

Zugleich machte sie deutlich, dass Frieden, Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeiten seien. Der seit vier Jahren andauernde Krieg in der Ukraine führe täglich vor Augen, wie fragil die Friedensordnung in Europa geworden ist und wie wichtig es sei, demokratische Werte zu verteidigen. 

Eine besondere Rolle komme dabei jungen Menschen zu. Die Schüler der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule beteiligten sich aktiv am Gedenken und hielten eine bemerkenswerte Rede, die zeigte, dass auch die junge Generation um die Bedeutung der Erinnerung weiß und die Lehren aus der Geschichte weitertragen möchte.

Egmont Worms betonte in seinem Beitrag die Bedeutung des 5. März 1945 als Tag der Befreiung. Er berichtete von Kontakten zu amerikanischen Kriegsveteranen, die damals in Dormagen stationiert waren, und würdigte deren Beitrag zu Freiheit und Demokratie. Mit Blick auf die Gegenwart sagte Worms: „Kriege zu führen ist das Einfachste auf dieser Welt. Frieden zu erhalten dagegen das Schwerste.“