Grundschule Burg verteidigt Titel als Dormagens Umweltschule

Wie eng Umweltbildung und Schulalltag an der Grundschule Burg miteinander verbunden sind, wurde bei der Verleihung des Titels „Dormagens Umweltschule 2026“ schnell deutlich. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten dem Technischen Beigeordneten Dr. Martin Brans stolz zwei ihrer Schmetterlingsraupen und baten ihn, ihnen Namen zu geben. Kurzerhand taufte er das Weibchen auf den Namen „Leni“ und das Männchen auf „Johann“. Das große Interesse der Kinder an Natur und Umwelt ist dabei kein Zufall, sondern Ergebnis zahlreicher Projekte, mit denen die Schule Nachhaltigkeit täglich erlebbar macht.

Die Grundschule Burg Hackenbroich wurde erneut als Dormagens Umweltschule des Jahres ausgezeichnet. Mit 32 von 42 möglichen Punkten erzielte sie die höchste Bewertung im städtischen Wettbewerb und sicherte sich damit den Titel sowie eine Prämie von insgesamt 600 Euro. Die Auszeichnung überreichten am Freitag, 19. Juni, Dr. Martin Brans und die Projektkoordinatorin Anke Tobies vom städtischen Umweltteam.

Die Schule verfolgt mit großem Engagement das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung fest im Schulalltag zu verankern. Herzstück vieler Aktivitäten ist die Umwelt-AG unter der Leitung von Lehrerin Sonja Krout. Gemeinsam mit den Kindern entwickelt sie Ideen für mehr Umwelt- und Klimaschutz und setzt diese in zahlreichen Projekten um. Die Bandbreite des Engagements ist groß: Von regelmäßigen Müllsammelaktionen und der Teilnahme am städtischen Frühjahrsputz über die Pflege von Hochbeeten, Kräuterschnecke und Obstbaumwiese bis hin zu Projekten zum Artenschutz. Besonders eindrucksvoll ist dabei das Schmetterlingsprojekt, bei dem die Kinder die Entwicklung von Raupen zu Schmetterlingen hautnah begleiten können. Hinzu kommen Maßnahmen zum Energiesparen, Upcycling-Projekte, die Sammlung von Korken und Alt-Handys, die Teilnahme an den Kindermeilen und am Stadtradeln sowie zahlreiche Aktionen rund um fairen Handel und nachhaltigen Konsum.

„Die Grundschule Burg zeigt eindrucksvoll, wie Nachhaltigkeit im Schulalltag gelebt werden kann. Die Kinder übernehmen Verantwortung, entwickeln eigene Ideen und setzen diese mit viel Begeisterung um. Dieses Engagement verdient große Anerkennung“, gratulierte Dr. Martin Brans bei der Preisverleihung.

Insgesamt beteiligten sich sechs Dormagener Grundschulstandorte am Wettbewerb. Die Tannenbusch-Schule sowie die Friedensschule Gohr erhielten jeweils eine Prämie von 500 Euro. Die Friedensschule Nievenheim wurde mit 400 Euro ausgezeichnet. Die Henry-Dunant-Schule und die Erich-Kästner-Schule erhielten jeweils 300 Euro. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 2.600 Euro vergeben.

Die eingereichten Beiträge wurden von einer Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Umweltteams, der Schulverwaltung und des Eigenbetriebs der Stadt Dormagen bewertet. Der Wettbewerb „Umweltschule“ wird jährlich von der Stadt Dormagen ausgeschrieben und richtet sich an alle Dormagener Grundschulen. Ziel ist es, Kinder, Lehrkräfte und Eltern für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen zu sensibilisieren und entsprechende Projekte dauerhaft im Schulalltag zu verankern.

„Die eingereichten Beiträge zeigen jedes Jahr aufs Neue, wie kreativ und engagiert sich die Dormagener Grundschulen für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen. Die Grundschule Burg hat dabei in diesem Jahr besonders überzeugt. Gleichzeitig gilt unser Dank allen teilnehmenden Schulen, die mit ihren Projekten einen wichtigen Beitrag für nachhaltiges Lernen leisten“, sagt Projektkoordinatorin Anke Tobies vom Umweltteam der Stadt Dormagen.