Heimatpreis 2022: Jürgen Waldeck und die „Rentnerband Hackenbroich“ gewinnen ersten Preis

Die vierte Auflage des Heimatpreises hat erneut gezeigt, wie viele Menschen und Vereine sich in Dormagen für ihre Heimat einsetzen, sie unterstützen sowie historisch aufleben lassen. Die Preisträgerinnen und Preisträger sind am gestrigen Dienstag, 22. November, im Rahmen einer Preisverleihung geehrt worden.

„Heimat ist nicht nur ein Ort, sondern auch ein Gefühl – ein starkes Gefühl. Es ist der Ort, an dem wir uns geborgen und zu Hause fühlen“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Umso schöner ist es zu sehen, wie viele Menschen hier in Dormagen dazu beitragen, dass unsere Heimat besonders lebenswert ist. Denn Heimat verbindet. Wir haben das Glück, dass das bürgerschaftliche Engagement in Dormagen riesig ist und zahlreiche Vereine, Institutionen und Initiativen sich auf vielfältige Weise für Dormagen einbringen.“

Neun Personen oder Vereine hatten sich für den diesjährigen Heimatpreis beworben oder waren vorgeschlagen worden. Eine Jury wählte die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Das Land stellt für den Dormagener Heimatpreis 5.000 Euro zur Verfügung, weitere 800 Euro spendete die evd energieversorgung dormagen für den Nachwuchsförderpreis.

Den ersten Preis teilen sich Jürgen Waldeck und die „Rentnerband Hackenbroich“. Waldeck ist Mitbegründer und seit knapp 20 Jahren 1. Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) und engagiert sich darüber hinaus auch im Denkmalförderverein. Zudem hat er gemeinsam mit dem Ehepaar Scholten den Matthäusmarkt jährlich organisiert und bekannt gemacht. Von anfänglich 30 Ständen stehen heutzutage mehr als 100 Stände auf dem Matthäusmarkt. Zudem organisierte er ab den 1980er-Jahren Ritterturniere und übernahm 1986 die Organisation der HVV-Theateraufführungen mit dem Rheinischen Landestheater, später Bläck-Fööss-Konzerte und Operettenabende.

Hinter der Rentnerband aus Hackenbroich stecken nicht etwa Musiker, sondern ein Zusammenschluss von 17 Rentnern, die ihre praktischen und beruflichen Erfahrungen bei zahlreichen Gelegenheiten in Hackenbroich und Hackhausen zur Verfügung stellen. So haben sie etwa bei der Einrichtung der neuen Kita St. Katharina unterstützt, in dem sie unter anderem die Holzinneneinrichtungen hergestellt haben. Auch haben sie bei der Herrichtung des zentralen Dorfplatzes sowie dem Bürgerhaus und dessen Umfeld tatkräftig mitgewirkt.

Die beiden ersten Preisträger erhielten in Anerkennung ihres herausragenden Engagements von der Landtagsabgeordneten Heike Troles und Ratsmitglied Sonja Kockertz-Müller jeweils 1.250 Euro.

Der zweite Preis ging jeweils an die Kirmesgesellschaft „Selde Blömche“ und Wolfgang Dappen. Die Kirmesgesellschaft „Selde Blömche“ gestaltet und führt die jährlichen Kirmesfeste durch und organisiert das Maibaumsetzen. Zudem sind die Mitglieder in der Ortsgestaltung sehr aktiv. Wolfgang Dappen, Mitglied der Kultur- und

Heimatfreunde Zons, engagiert sich vielfältig ehrenamtlich für seinen Stadtteil durch seine handwerklichen Fähigkeiten. Unter anderem hat er die 18 Betonsockel für den neuen Stelenpfad gegossen, baut den Krippenstall für die „Lebende Krippe“ und kümmert sich um das Grab von Ehrenbürger Theo Blum. Zudem ist er in der Mundarttheatergruppe gleichermaßen für den Bühnenaufbau, für Ton und Licht zuständig. Die beiden Preisträger erhielten jeweils 750 Euro.

Mit dem dritten Preis ausgezeichnet wurden Dieter Waloschik vom Tambourcorps Eintracht 1920 Ückerath und Waldemar Weiß von der KG „rot-weiss" Ückerath für ihre Brauchtumspflege. Zudem erhielten auch Andreas und Stefan Buchartz für das Heimatprojekt „Hackenbroich, mehr als nur ein lebenswertes und nachhaltiges Zuhause“ den dritten Preis. Ebenfalls den dritten Rang belegte der Kleingartenverein Hackenbroich für die Aufarbeitung und Neugestaltung der Anlage. Alle vier Preisträger erhielten jeweils 250 Euro.

Zudem wurde ein Sonderpreis der energieversorgung dormagen (evd) für Jugendarbeit in der Heimatförderung verliehen. 800 Euro gingen an das Maikomitee aus Straberg – eine Initiative, die vor allem aus Jungschützen besteht, die die Maitradition in Straberg weiterführen und an die heutige Zeit angepasst haben.

„Der Heimatpreis zeigt einmal mehr, dass den Dormagenerinnen und Dormagenern die Heimatpflege sehr am Herzen liegt“, sagt Lierenfeld. „Für ihr großes Engagement wollen wir uns als Stadt bedanken.“

Alle Bilder zur gestrigen Preisverleihung gibt es im Internet unter www.dormagen.de/fotogalerie zu sehen.

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