Die Kölner Straße ist in den vergangenen Wochen sichtlich grüner und fahrradfreundlicher geworden. An drei Stellen wurden unter den bestehenden Zierkirschen Flächen entsiegelt, neue Pflanzbeete angelegt und die Bedingungen für den Baumbestand verbessert. Rund 1.300 Stauden und Gräser sowie sechs neue, klimaangepasste Zierkirschen sorgen künftig für mehr Grün. Ergänzt wird die Fußgängerzone durch 14 neue Fahrradbügel. Bürgermeister Erik Lierenfeld stellte die Neuerungen gemeinsam mit dem Amt für Bauen, Stadtplanung und Umweltschutz am Mittwoch, 9. September, im Rahmen einer offiziellen Eröffnung vor.
„Wir wollen die Kölner Straße langfristig zu einem attraktiven, grünen und lebendigen Ort machen, an dem man sich gerne aufhält“, sagt Lierenfeld. „Die jetzt umgesetzten Maßnahmen sind dabei auch ein Praxistest. In den kommenden Monaten wollen wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort herausfinden, was sich bewährt und wo noch nachgebessert werden kann.“
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Bäumen und Grünflächen. Fünf kranke Zierkirschen wurden entfernt und durch sechs größere, klimaangepasste Bäume ersetzt. Gleichzeitig wurde der unterirdische Wurzelraum deutlich vergrößert. An zwei Standorten stehen den Bäumen künftig bis zu 30 Kubikmeter durchwurzelbarer Raum zur Verfügung. Auch die neuen Pflanzflächen wurden mit trockenheitsverträglichen Stauden und Gräsern gestaltet. Da die Pflanzen erst vor Kurzem eingesetzt wurden, sind die neuen Beete derzeit noch vergleichsweise klein und wirken entsprechend zurückhaltend. Erst mit dem weiteren Wachstum in den kommenden Jahren werden die Stauden und Gräser ihre volle Wirkung entfalten und die Flächen zunehmend beleben.
Mit dem Abschluss der Arbeiten beginnt nun eine einjährige Probephase. Dabei wird beobachtet, wie sich die neuen Flächen im Alltag bewähren, wie hoch der Pflegeaufwand ist und welche Erfahrungen Bürgerinnen und Bürger, Anliegende und Gewerbetreibende machen. Die Ergebnisse fließen anschließend in die Entscheidung über das weitere Vorgehen ein.
Die Aufwertung der Kölner Straße ist ein zentrales Projekt des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) für die Dormagener Innenstadt. Durch die Förderung von Bund und Land muss die Stadt lediglich 40 Prozent der Kosten selbst tragen. Die Neugestaltung soll in den kommenden Jahren Schritt für Schritt fortgesetzt werden. Auch private Eigentümer, Gewerbetreibende und Initiativen sollen über Förderangebote wie das Hof- und Fassadenprogramm und den Verfügungsfonds an der Aufwertung der Innenstadt beteiligt werden. Weitere Projekte und Informationen zum ISEK sind unter https://tinyurl.com/ISEK-Dormagen zu finden.