Sieben Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren haben am Donnerstag, 13. August, im Rahmen des Umweltscouts-Angebots der Stadt Dormagen das Tierheim an der Bergiusstraße besucht. Tierpflegerin Christine Roufs nahm sich rund eineinhalb Stunden Zeit, um den Mädchen und Jungen den Alltag im Tierheim näherzubringen und ihnen Wissenswertes über die Haltung und Versorgung von Tieren zu vermitteln.
Schon zu Beginn erhielten die Kinder einen authentischen Einblick in den Tierheimalltag: Der Start des Kurses verzögerte sich kurz, weil Mitarbeitende des städtischen Ordnungsamtes ein Fundtier ins Tierheim brachten. Zunächst musste dessen Aufnahme und Versorgung sichergestellt werden.
Anschließend startete der Rundgang bei den Kleintieren. Christine Roufs erklärte, welche Ernährung und Haltungsbedingungen die kleinsten Schützlinge benötigen. Danach ging es weiter in den Katzenbereich mit insgesamt acht Räumen und einer Quarantänestation. Besonders die zahlreichen Kitten, die derzeit in den unterschiedlich gestalteten Katzenräumen leben, weckten das Interesse der Kinder. Die Räume verfügen über Schlaf-, Futter- und Spielmöglichkeiten.
Die Tierpflegerin erläuterte zudem, dass es sich bei den Katzen im Tierheim häufig um Fundtiere handelt und alle Tiere registriert werden. Katzen und Hunde erhalten einen etwa reiskorngroßen Transponder, der unter die Haut eingesetzt wird. Über die 15-stellige Nummer kann ein Tier eindeutig seinem Besitzer zugeordnet werden.
Im Anschluss besuchten die Kinder den Außenbereich, in dem die Hunde untergebracht sind. Vor dem Rundgang durch die Gehege gab Christine Roufs den Kindern einen wichtigen Sicherheitshinweis: Die Finger dürfen niemals zwischen die Gitterstäbe gesteckt werden.
In einem großen Außengehege lernten die Kinder Püppi kennen. Die Hündin beeindruckte die Mädchen und Jungen allein schon durch ihre Größe. Als sie unvermittelt zu bellen begann, erklärte Christine Roufs, dass Püppi Menschen, die sie kennt, freundlich begegnet und sich sogar wie ein Schoßhund verhalten kann. Bei unbekannten Personen brauche sie jedoch Zeit, um Vertrauen aufzubauen.
Zum Abschluss durften die Kinder in den Auslauf zu fünf Junghunden. Die Tiere stammen aus einem Partnertierheim in Rumänien und genossen die Streicheleinheiten sichtlich. Besonders ein zutraulicher Junghund hatte es Hanna angetan: Bereitwillig kuschelte er sich an sie. Wenn nicht bereits ein eigener Hund zu Hause auf sie warten würde, hätte Hanna den kleinen Vierbeiner am liebsten direkt mitgenommen.