Online-Termine, Videoberatung und KI: Dormagen erweitert digitale Services für Bürgerinnen und Bürger

Die Stadt Dormagen treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltung konsequent voran. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, die den Service für Bürgerinnen und Bürger verbessern und Verwaltungsabläufe vereinfachen. Gleichzeitig stehen weitere digitale Angebote kurz vor der Einführung. Ziel ist es, Behördengänge einfacher, schneller und komfortabler zu machen.

„Wer mit der Verwaltung zu tun hat, soll seine Anliegen so unkompliziert wie möglich erledigen können. Genau daran arbeiten wir kontinuierlich – Schritt für Schritt“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Ein wichtiger Meilenstein war die Einführung einer einheitlichen Online-Terminvergabe für alle Ämter der Stadtverwaltung. Gleichzeitig konnte die Terminverfügbarkeit insbesondere im Bürgeramt deutlich verbessert werden. Viele Anliegen lassen sich dadurch wieder kurzfristiger planen und Termine bequem online buchen.

Auch die digitale Ausstattung der Dormagener Schulen wurde weiter ausgebaut. Seit Ende 2025 können alle Schulen ihre Schülerinnen und Schüler mit iPads versorgen. Damit stehen an allen Schulstandorten die Voraussetzungen für zeitgemäßes digitales Lernen zur Verfügung.

Darüber hinaus setzt die Stadt verstärkt auf Künstliche Intelligenz und Automatisierung. Erste Anwendungen werden bereits erprobt oder vorbereitet – etwa in der Ausländerbehörde oder zur Unterstützung von Mitarbeitenden beim schnellen Auffinden von Informationen und Dienstanweisungen. Automatisierte Prozesse helfen zudem dabei, wiederkehrende Aufgaben effizienter zu bearbeiten.

„Wir verfolgen einen pragmatischen Ansatz: Digitalisierung muss konkrete Probleme lösen und den Alltag spürbar erleichtern. Deshalb setzen wir sowohl auf moderne Online-Angebote für Bürgerinnen und Bürger als auch auf intelligente Lösungen innerhalb der Verwaltung“, erklärt Thomas Hegenbarth, Chief Digital Officer der Stadt Dormagen.

Von diesen Entwicklungen sollen Bürgerinnen und Bürger künftig noch stärker profitieren. So bereitet die Stadt derzeit digitale Beratungsgespräche per Videokonferenz vor. Viele Anliegen könnten dann bequem von zu Hause oder unterwegs erledigt werden. Die Terminbuchung erfolgt weiterhin über die Online-Terminvergabe.

Außerdem führt die Stadt eine neue Plattform für digitale Formulare ein. Anträge sollen dadurch einfacher, verständlicher und schneller online ausgefüllt werden können. Das spart Zeit und reduziert den Papieraufwand.

Auch im Schulbereich sind weitere Verbesserungen geplant. Ein neuer Jugendschutzfilter wird künftig dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler ihre schulischen iPads auch außerhalb des Schulnetzwerks sicher nutzen können.

Parallel dazu digitalisiert die Verwaltung ihre internen Abläufe weiter. Elektronische Akten, digitale Personalakten, moderne Scanprozesse und eine digitale Poststelle sollen dazu beitragen, Informationen schneller verfügbar zu machen und Vorgänge effizienter zu bearbeiten.

Der Blick richtet sich dabei bereits auf die kommenden Jahre. Die Stadt entwickelt ihre Digitalisierungsstrategie kontinuierlich weiter und schafft die technischen Grundlagen für neue digitale Angebote. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Derzeit entwickelt die Stadt eine eigene KI-Plattform, auf deren Basis schrittweise weitere digitale Assistenten und KI-Anwendungen entstehen sollen.

„Wir wollen Digitalisierung dort einsetzen, wo sie echten Mehrwert schafft – für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für unsere Mitarbeitenden. Mit der eigenen KI-Plattform schaffen wir die Grundlage, um viele Prozesse künftig noch einfacher, schneller und serviceorientierter zu gestalten“, sagt der Erste Beigeordnete und zuständige Dezernent Fritz Bezold.

Langfristig verfolgt die Stadt das Ziel, immer mehr Verwaltungsleistungen vollständig digital anzubieten. Bürgerinnen und Bürger sollen ihre Anliegen möglichst einfach online erledigen können – ohne unnötige Formulare, Mehrfacheingaben oder zusätzliche Wege ins Rathaus.