Ratssitzung: WORADO soll Planungen zu Sonderprogramm Wohnungsbau fortsetzen

In der gestrigen Sitzung des Stadtrates haben die Mitglieder nach intensiven Diskussionen mit großer Mehrheit beschlossen, die Planungen für das Sonderprogramm Wohnungsbau fortzusetzen. Konkret sprach sich der Rat grundsätzlich für eine Möglichkeit der Bebauung in Nievenheim, Rheinfeld und Delhoven aus. In Delhoven sollen 5.000 Quadratmeter der Gesamtfläche für einen möglichen Schul- oder Feuerwehrneubau zurückgehalten werden. Die WORADO wird beauftragt, die konkreten Planungen inklusive einer Kostenkalkulation aufzunehmen. Die erstellten Entwürfe sollen sodann in den Stadtteilen mit der Nachbarschaft im Rahmen einer aktiven Bürgerbeteiligung besprochen werden. Anschließend werden die Entwürfe mit den Ergebnissen aus den Bürgerdialogen in einer gemeinsamen Sitzung des Planungsausschusses und Umweltausschusses zur Beratung vorgelegt. Der Stadtrat soll in seiner Sitzung am 22. September abschließend beraten.

„Das war gestern eine lebhafte, aber fruchtbare Diskussion mit Politik und Bürgerschaft. Natürlich sind nicht immer alle einer Meinung. Aber entscheidend ist, mit den Bürgerinnen und Bürgern im Dialog zu bleiben und gemeinsam an einer guten Kompromisslösung zu arbeiten, mit der möglichst alle leben können“, betont Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Neben dem Sonderprogramm Wohnungsbau stand unter anderem das Konzept des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) mit zugehörigem Masterplan Innenstadt auf der Tagesordnung. Einstimmig verabschiedeten die Ratsmitglieder das vorgelegte Konzept. Mit dem erstellten ISEK liegt der Stadt Dormagen eine Grundlage und ein Ausgangspunkt für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Innenstadt vor, über die die Mitglieder des Rates in der Sitzung befinden sollen.

Darüber hinaus stimmte der Rat einstimmig für das eingebrachte Konzept zur Feier des Stadtjubiläums „650 Jahre Zons“, das im kommenden Jahr begangen werden soll. Vorgesehen ist, statt einer einzelnen Jubiläumsveranstaltung ein „Jubiläumsjahr“ zu feiern. Etablierte Veranstaltungen sollen unter ein verbindendes Motto „650 Jahre Zons“ gestellt und thematisch passende (Veranstaltungs-)Bestandteile entwickelt werden.

Bereits vor Beginn des offiziellen Teils der Ratssitzung hatte Bürgermeister Erik Lierenfeld dem langjährigen Vorsitzenden der Stadt-Eltern, Hans-Jürgen Niehues, die Goldene Münze der Stadt Dormagen verliehen. Niehues führte die Stadt-Eltern von 2010 bis 2021 als Vorsitzender. Zudem war er 22 Jahre lang Schulpflegschaftsvorsitzender an der Regenbogenschule und dem Leibniz-Gymnasium. In seinen Funktionen setzte er sich in besonderer Weise für die Interessen der Dormagener Schulen ein. „Hans-Jürgen Niehues hat den Finger in die Wunde gelegt und Probleme offen angesprochen. Seine ruhige und wohlüberlegte Art, immer der Sache dienlich, habe ich sehr geschätzt. Mehr als zwei Jahrzehnte im Dienst der Elternschaft sind ein beeindruckendes Engagement“, so Bürgermeister Erik Lierenfeld. Neben Hans-Jürgen Niehues gratulierte der Bürgermeister auch dessen Nachfolgerin als Vorsitzende der Stadt-Eltern, Christine Neuschäfer.

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