Stadt Dormagen erzielt Einnahmen in Höhe von rund 30 Millionen Euro durch Auflösung von Zinsderivaten

Die Stadt Dormagen hat mit ihrer aktiven Zinssteuerung Einnahmen in Höhe von rund 30 Millionen Euro erzielt. Möglich war dies durch die strategisch geplante und sorgfältig begleitete Auflösung von Zinsderivaten. Die Einnahmen dienen der nachhaltigen Haushaltskonsolidierung. Zum Vergleich – über die Grundsteuer nimmt die Stadt Dormagen jährlich rund 14 Millionen Euro ein.

Die Zinspolitik der vergangenen Jahre, zu der unter anderem der gezielte Einsatz von Zinsderivaten gehörte, hatte das Ziel, Zinsrisiken zu steuern und die finanziellen Belastungen durch volatile Zinsmärkte zu begrenzen. Der Rat der Stadt Dormagen hatte der Umsetzung entsprechender Instrumente zugestimmt, um langfristig eine stabile Finanzlage zu fördern. Die Stadt Dormagen wird dabei durch das Beratungsunternehmen MAGRAL AG unterstützt.

Anlass für die Auflösung der Zinsderivate sind insbesondere gesetzliche Änderungen durch das Altschuldenentlastungsgesetz (ASEG) sowie die aktuelle Marktsituation. Vor diesem Hintergrund war eine Neubewertung der bestehenden Zinsderivate erforderlich. Gleichzeitig bot die Marktentwicklung die Möglichkeit, durch eine geordnete Auflösung der Instrumente erhebliche Einnahmen zu realisieren. 

„Die Ergebnisse aus der Auflösung der Derivate bestätigen, dass eine fundierte und verantwortungsvolle Zinssteuerung ein wirksames Instrument im kommunalen Finanzmanagement sein kann“, erklärt Kämmerer Dr. Torsten Spillmann.  Die Einnahmen fließen in den laufenden Haushalt und tragen dazu bei, die städtischen Finanzen zu stabilisieren. „Dies ist in Zeiten eines angespannten kommunalen Finanzumfeldes ein wichtiger Beitrag, auch wenn uns das keine zusätzlichen finanziellen Handlungsspielräume in diesem Haushaltsjahr schafft. Die Summe ist weitgehend bereits im Haushaltsplanentwurf einkalkuliert“, so Spillmann weiter.

Bürgermeister Erik Lierenfeld ergänzt: „Die erzielten Einnahmen sind das Ergebnis hochprofessioneller, vorausschauender und verantwortungsvoller Arbeit. Mein Dank gilt insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Amts für Finanzsteuerung, die dieses komplexe Thema über Jahre hinweg mit großer Fachkompetenz und Sorgfalt begleitet haben.“

Unter Zinssteuerung versteht man die aktive und vorausschauende Steuerung von Zinsrisiken im kommunalen Haushalt. Ziel ist es, die Auswirkungen von Zinsänderungen auf bestehende Kredite und Finanzierungen zu begrenzen und die Planbarkeit der Haushaltsentwicklung zu verbessern. Dabei werden unterschiedliche Instrumente eingesetzt, die regelmäßig überprüft und an die jeweilige Marktsituation angepasst werden. Die Stadt Dormagen verfolgt diesen Ansatz seit mehreren Jahren auf Basis einer Dienstanweisung, um auch in einem sich wandelnden Zinsumfeld eine stabile und verlässliche Finanzplanung sicherzustellen. Auch künftig setzt die Stadt Dormagen auf aktive Zinssteuerung.