Stadt stärkt Offene Kinder- und Jugendarbeit für die kommenden fünf Jahre

Am Dienstag, 26. August, haben Bürgermeister Erik Lierenfeld und die Träger der Jugendeinrichtungen in Dormagen die neuen Verträge für die Offene Kinder- und Jugendarbeit unterzeichnet. Damit sind die Einrichtungen für die kommenden fünf Jahre finanziell abgesichert und erhalten zugleich neue inhaltliche Impulse.

„Mir ist wichtig, dass wir jungen Menschen in Dormagen verlässliche Anlaufstellen bieten – mit Angeboten, die sie wirklich benötigen“, betont Lierenfeld. „Mit den neuen Vereinbarungen schaffen wir mehr Räume für Jugendliche, setzen neue Schwerpunkte und geben den Trägern Planungssicherheit.“

Die neuen Verträge sind in enger Zusammenarbeit der Stadt mit den Trägern und Einrichtungen entworfen worden und führen insgesamt zu einer Verbesserung von Ressourcen und Personalausstattung. Besonders das „Micado“ in Dormagen-Mitte und die „Rübe“ in Horrem profitieren davon, da hier zusätzliche Fachkräfte tätig werden können. Auf diese Weise entstehen neue Programme in den Bereichen Kultur, Demokratieförderung und seelische Gesundheit, die gezielt auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen eingehen.

Zudem wird nun auch der Einsatz von Freiwilligendienstleistenden explizit gefördert, was gerade für die kleineren Einrichtungen eine Entlastung darstellt. Dies bietet darüber hinaus insbesondere jungen Menschen eine Möglichkeit, sich gesellschaftlich einzubringen und in das soziale Berufsfeld reinzuschnuppern.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt künftig auf Jugendlichen ab 14 Jahren. Gemeinsam mit den Trägern wurde vereinbart, das bestehende Angebot stärker auf diese Altersgruppe auszurichten und entsprechend auszubauen. Damit ist sichergestellt, dass auch ältere Jugendliche passende Freizeit- und Bildungsangebote in Dormagen finden.

Darüber hinaus stellt die Stadt jährlich 12.000 Euro in einem sogenannten „Aktionstopf“ bereit. Mit diesen Mitteln können die Träger größere, einrichtungsübergreifende Veranstaltungen mit Eventcharakter organisieren. Vorgesehen sind zunächst vier Veranstaltungen pro Jahr – je eine pro Quartal. Die Jugendlichen sollen hierdurch zusätzliche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung erhalten. Begegnung und Teilhabe sollen hierdurch gefördert werden.

„Besonders erfreulich ist, dass wir die Ergebnisse des konstruktiven Abstimmungsprozesses nun in konkrete Verbesserungen für die Einrichtungen umsetzen können“, sagt Mike Wetzel, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend, Familien und Schule. „Damit schaffen wir nicht nur mehr Qualität in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, sondern auch flexible Strukturen, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der jungen Menschen orientieren.“

Die neuen Verträge treten am 1. Januar 2026 in Kraft und gelten bis Ende 2030. Spätestens nach drei Jahren ist eine Überprüfung vorgesehen, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Mit der Unterzeichnung legt die Stadt Dormagen den Grundstein für eine moderne und zukunftsorientierte Jugendarbeit, die allen jungen Menschen in den Stadtteilen zugutekommt.