Stadtrat fasste wichtige Beschlüsse vor der Sommerpause

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Rat der Stadt Dormagen am Donnerstag, 9. Juli, mehrere richtungsweisende Beschlüsse für die Stadtentwicklung, das Ehrenamt und die Bildungslandschaft gefasst.

Ein Schwerpunkt der Sitzung war die Einführung eines vergünstigten Deutschland-Tickets als Anerkennung für ehrenamtliches Engagement. Mit Mehrheit beschloss der Rat, Inhaberinnen und Inhabern der Ehrenamtskarte NRW mit Wohnsitz und ehrenamtlichem Tätigkeitsfeld in Dormagen künftig ein Deutschland-Ticket gegen einen Eigenanteil von 9 Euro anzubieten. Nach einer Laufzeit von drei Jahren muss das Ticket erneut beantragt werden. Ausgenommen von dem Angebot sind Jubiläumsehrenamtskarten sowie ehrenamtlich Tätige, die eine Übungsleiterpauschale oder vergleichbare Aufwandsentschädigungen erhalten. Die Einführung ist zum 1. Oktober vorgesehen. Anträge können ab dem 1. September im StadtBus-Kundencenter am Bahnhof Dormagen gestellt werden.

Mit Mehrheit verabschiedete der Rat zudem die 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 418 „Bereich Walhovener Straße / Unter den Hecken“ für das ehemalige Dorma-Center in der Innenstadt. Ziel ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine erweiterte Nutzung zu schaffen und das seit Jahren brachliegende Areal neu zu beleben.

Darüber hinaus stellte der Rat die Weichen für die Zukunft des Leibniz-Gymnasiums. Mit einem einstimmigen Grundsatzbeschluss wurde die Verwaltung beauftragt, die Planungen für die Sanierung des Gymnasiums sowie die dafür notwendige Herrichtung des bisherigen Realschulgebäudes in Hackenbroich als Interimsstandort weiter voranzutreiben. Nach Fertigstellung des Neubaus der Realschule soll das bestehende Schulgebäude der Realschule umfassend modernisiert werden, damit das Leibniz-Gymnasium während der Sanierung seines Schulstandortes dort untergebracht werden kann. Ziel ist es, den Unterricht während der Bauphase unter möglichst guten Bedingungen sicherzustellen und gleichzeitig eine wirtschaftliche Alternative zu einer kostenintensiven Containerlösung zu schaffen.

Auch zur klimaangepassten Umgestaltung des Gneisenauplatzes fasste der Rat einen Mehrheitsbeschluss. Er folgte der Empfehlung der Verwaltung, an der bereits beschlossenen Fördervariante festzuhalten und die Alternativplanung nicht weiterzuverfolgen. Vorgesehen sind unter anderem zusätzliche Entsiegelungen, ein verbessertes Regenwassermanagement, neue Baumpflanzungen sowie eine deutliche Aufwertung der Aufenthaltsqualität.

Einstimmig beschloss der Rat außerdem, die langjährige Städtefreundschaft mit der slowenischen Gemeinde Duplek in eine offizielle Städtepartnerschaft umzuwandeln. Damit wird die seit den 1980er Jahren gewachsene Zusammenarbeit auch formell gewürdigt.

Die nächste Ratssitzung findet am 24. September nach der politischen Sommerpause statt.