Neun Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren haben im Rahmen des städtischen Umweltscouts-Programms an einer Umwelt-Rallye in Rheinfeld teilgenommen. Während des zweistündigen Kurses erfuhren sie, welche Folgen Müll für Tiere und Umwelt haben kann. Anschließend ging es mit Handschuhen, Müllzangen und Müllsäcken direkt ans Rheinufer, um das Gelernte in die Praxis umzusetzen.
Bevor die Rallye startete, stellte Karin Schwanfelder, Gründerin der privaten und ehrenamtlichen Umweltinitiative RheinCleanUp Dormagen-Zons, verschiedene Fundstücke aus vergangenen Müllsammelaktionen vor. Anhand der Gegenstände erklärte sie den Kindern, wie lange Kunststoff in der Natur liegen bleibt, ohne zu verrotten und welche Auswirkungen achtlos weggeworfener Müll auf Tiere und Umwelt haben kann. Besonders erschreckend war ein Vogelnest, in das ein Vogel eine Plastikschnur eingearbeitet hatte. Auch Kunststoffreste wie Wattestäbchen oder Luftballons können für Wildtiere gefährlich werden.
Anschließend machten sich die jungen Umweltscouts auf den Weg zum Rheinufer unterhalb des Haus Piwipp. Wegen der hohen Temperaturen wurde die Sammelzeit auf eine Stunde verkürzt und durch eine Trinkpause im Schatten unterbrochen. Trotzdem füllten sich die Müllsäcke schnell mit Glasflaschen, Getränkedosen, Plastikfolien, Schnüren, Zigarettenstummeln und vielen weiteren Abfällen. Für Staunen sorgten ein kleiner Wandtresor und ein zusammenklappbarer Wäscheständer. Die zahlreichen Pfanddosen wurden dagegen schnell zum Gesprächsthema. Die Aussicht auf den unerwarteten Pfanderlös sorgte für zusätzliche Motivation.
Zum Abschluss wurde der gesammelte Müll für ein gemeinsames Müllbingo ausgebreitet. Dabei wurde noch einmal deutlich, wie viel Abfall innerhalb kurzer Zeit am Rheinufer zusammengekommen war. Gleichzeitig zeigte die Aktion, dass jeder mit einfachen Mitteln einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten kann.
„Die Umwelt-Rallye zeigt eindrucksvoll, dass spannende Outdoor-Erlebnisse, Umweltbildung und praktischer Naturschutz Hand in Hand gehen können“, sagt Anke Tobies vom städtischen Umweltteam. Sie entwickelte das Angebot gemeinsam mit Karin Schwanfelder und begleitete den Kurs.
Auch Schwanfelder zeigte sich mit der Aktion zufrieden: „Mich hat besonders beeindruckt, wie groß das Bewusstsein der Kinder für Tiere, die Natur und den Umweltschutz bereits ist. Sie haben mit viel Begeisterung mitgemacht und gezeigt, dass jede und jeder einen Beitrag leisten kann.“
Die Umwelt-Rallye ist Teil des Umweltscouts-Programms der Stadt Dormagen. Die Kurse verbinden Wissen über Natur und Umwelt mit praktischen Erlebnissen und zeigen Kindern, dass Umweltschutz nicht nur wichtig ist, sondern auch Spaß machen kann.