Wie wird Antisemitismus medial verbreitet, verharmlost oder sogar legitimiert? Dieser zentralen Frage geht die Ausstellung „Medien & Antisemitismus im NS-Staat & heute“ nach, die am Montag, 1. Juni, um 18 Uhr in der Stadtbibliothek durch die stellvertretende Bürgermeisterin Katja Creutzmann eröffnet wird. Zu der Eröffnung sind Interessierte herzlich eingeladen.
Die Ausstellung wirft mit insgesamt 16 thematischen Tafeln und fünf Videostationen einen Blick in die Vergangenheit und zeigt die historischen Kontinuitäten und Entwicklungen des Themas auf. „Die Ausstellung macht deutlich, dass Antisemitismus leider aktuell eine immer größere Rolle spielt und kein Phänomen aus früheren Zeiten ist“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Schlüsselrolle von Medien sowie Journalistinnen und Journalisten. Ergänzt wird sie durch die Stimmen dreier jüdischer Protagonisten, die die alltäglichen Erfahrungen und die aktuelle Bedrohungslage für Jüdinnen und Juden in Deutschland greifbar machen.
Die Ausstellung trägt zur Aufklärung des Themas Antisemitismus bei und kann bis zum 29. Juni während der regulären Öffnungszeiten der Bibliothek kostenlos besichtigt werden. Die von der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V. konzipierte Ausstellung „Unter Druck? Medien & Antisemitismus im NS -Staat & heute“ wird von Sylvia Löhrmann, der Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur unterstützt.
Die Öffnungszeiten der Stadtbibliothek lauten wie folgt: montags und freitags von 10 bis 18 Uhr, dienstags von 10 bis 20 Uhr, donnerstags von 14 bis 20 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr.