Am Sonntag, 13. September, findet der bundesweite Tag des offenen Denkmals statt. Auch in Dormagen öffnen dann insgesamt 18 historische Orte ihre Türen. Die Auswahl reicht von barocker Altarkunst über das römische Welterbe bis zum mittelalterlichen Rheinturm. Zu entdecken gibt es unter anderem das Kloster Knechtsteden mit seiner romanischen Basilika und den historischen Werkstätten, das römische Welterbe in der Innenstadt sowie die mittelalterliche Zollfeste Zons.
„Mit Unterstützung durch viele ehrenamtliche Partner und Eigentümer ist es uns gelungen, ein umfangreiches Programm zu organisieren, das auch wieder einige neue Angebote enthält“, sagt der städtische Denkmalschutzbeauftragte Harald Schlimgen. Dazu zählen etwa Führungen durch die Wallfahrtskirche St. Pankratius in Nievenheim. Von außen eher schlicht, überrascht das Gotteshaus mit seiner Innenausstattung – insbesondere mit drei barocken Holzaltären nach Entwürfen des bekannten Hofarchitekten Conrad Schlaun. Im Zentrum des Hochaltars steht eine frühgotische Salvatorfigur. Sie wurde Mitte des 16. Jahrhunderts während des Bildersturms von der Duisburger Salvatorkirche ins katholische Nievenheim gebracht und wird dort seit mehr als 450 Jahren in der Salvatoroktav um Fronleichnam verehrt.
Ebenfalls neu im Programm sind eine Führung von Eberhard Kleinebudde über den Friedhof in Nievenheim und die Besichtigung eines Privathauses an der Grünwaldstraße in Zons. Der Geschichtsverein Dormagen hat sich zum fünften Geburtstag des Reiterkastells Durnomagus als Bestandteil des UNESCO-Welterbes Niedergermanischer Limes eine besondere Aktion ausgedacht. Im Römerkeller an St. Michael schlüpft der Vorsitzende Dr. Udo Hentrich in die Rolle eines römischen Veterans, der bei einer Amphore Wein über sein Leben als Reitersoldat nachdenkt.
Auf dem jüdischen Friedhof in der Zonser Heide erwartet die Gäste ein besonderes Erlebnis in Verbindung mit jiddischer Musik. In Zons können unter anderem der Rheinturm, die Burganlage, die Windmühle, das Falknereimuseum, die Rheintorkapelle und der Luftschutzbunker am ehemaligen Feldtor besichtigt werden. In Gohr lädt die romanische Wallfahrtskirche St. Odilia ein, die zu den ältesten Gotteshäusern im Rhein-Kreis Neuss zählt. Hinzu kommt eine humoristische Führung mit bunten Geschichten rund um die Häuser der Kölner Straße in der Innenstadt.
Bürgermeister Erik Lierenfeld wird den Denkmaltag am 13. September um 11 Uhr auf dem Kirchplatz in Nievenheim offiziell eröffnen. Im Anschluss findet die erste Führung durch die Kirche St. Pankratius statt. Alle Angebote am Denkmaltag sind kostenlos. Der Programmflyer kann unter https://www.dormagen.de/leben-in-dormagen/denkmalschutz heruntergeladen werden und liegt außerdem in der Touristinfo Zons sowie in zahlreichen beteiligten Einrichtungen aus.