„Der Bundesfreiwilligendienst hat meinen Berufswunsch noch einmal bestätigt“

Alehandro springt auf und ruft: „Wer kommt mit Fußball spielen? Der Zehnjährige hat seine Hausaufgaben erledigt und will jetzt hinaus auf den Schulhof. „Denise, kommst Du auch mit?“, fragt er. Denise Beivers lächelt und schnappt sich den Fußball. Die 19-Jährige absolviert derzeit ihren Bundesfreiwilligendienst an der Delhovener Tannenbuschschule und betreut die Kinder im Offenen Ganztag. Derzeit sucht die Stadt Dormagen erneut junge Menschen, die ihren Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) ab August 2021 im Bereich Jugend und Soziales, im Bereich Bildung und Kultur oder bei der Feuerwehr/Rettungsdienst absolvieren möchten. 

„Der Bundesfreiwilligendienst ist eine sehr gute Einrichtung – und zwar für beide Seiten. Die jungen Menschen können erste berufliche Erfahrungen sammeln und sich bewusst werden, ob dies die richtige Berufsrichtung für sie ist. Und wir als Stadt sind dankbar für die tatkräftige Unterstützung“, erläutert Erster Beigeordneter Robert Krumbein. 

Ein Tag im Offenen Ganztag ist vielfältig. Am Vormittag erledigen die Mitarbeiter*innen und die Bufdis kleinere Büroarbeiten, räumen auf und bereiten den Mittagstisch vor. Um kurz nach halb zwölf kommen die ersten Kinder zum Mittagessen und erledigen ihre Hausaufgaben. Denise Beivers und ihre Kolleg*innen begleiten und helfen den Grundschüler*innen, wo es nötig ist. Anschließend beginnt die freie Spielzeit. „Jedes Kind kann frei entscheiden, was es machen möchte. Da wir derzeit einen großen Jungs-Überschuss haben, steht neben Gesellschaftsspielen das Fußballspielen ganz hoch im Kurs“, sagt Denise Beivers. Das macht der 19-Jährigen aber nichts, im Gegenteil. Sie spielt gerne mit den Grundschülern. „Die Kinder sind immer froh, wenn einer von uns Zeit hat, mit ihnen etwas zu machen“, sagt Denise Beivers. Um 16 Uhr werden die letzten Kinder abgeholt. 

Neben der OGS unterstützt Denise Beivers aber auch die Lehrer*innen im Unterricht. „Mit drei bis vier Kindern, die noch etwas mehr Unterstützung brauchen, wiederhole ich noch einmal separat den Unterrichtsstoff“, erläutert die Bufdine. „Das ist in der Regel in Mathe und Deutsch der Fall.“

Auf die Frage, inwiefern sich der Arbeitsalltag durch die Corona-Pandemie erschwert hat, sagt sie: „Momentan müssen wir alle sehr flexibel sein und den Kindern immer wieder erklären, welche neuen Regeln es gibt. Aber die Kinder machen das sehr gut, sie sind sehr anpassungsfähig. Wir müssen sie eben nur hin und wieder erinnern.“ Ansonsten läuft der Alltag in der OGS relativ normal, abgesehen von kleinen Einschränkungen. „Ich bin froh, dass ich täglich meine Kolleginnen und Kollegen sehen kann – und natürlich die Kinder. Das tut sehr gut. Man muss natürlich vorsichtig bleiben, die Hygieneregeln streng befolgen und Abstand halten.“

Die Arbeit macht Denise Beivers trotz Pandemie sehr viel Spaß. „Der Bundesfreiwilligendienst hat meinen Berufswunsch noch einmal bestätigt. Ich wollte immer schon etwas Soziales machen. Gerne mit Kindern“, sagt die 19-Jährige. „Kinder sind ehrlich, aufgeschlossen und oftmals sehr lustig. Ich lache viel, wenn ich mit Kindern arbeite. Das ist ein sehr schönes Gefühl.“ Im Herbst möchte sie ein Studium im Sozialbereich beginnen, um später als Sozialpädagogin oder Jugendbetreuerin zu arbeiten. Dennoch soll auch der Kontakt zur OGS in Delhoven nicht abbrechen. Nach den Sommerferien wird sie neben dem Studium voraussichtlich als Ergänzungskraft in der OGS weiterarbeiten, zusammen mit den neuen Bufdis, die ab August starten werden.

Bei der Stadt Dormagen sind aktuell noch Stellen für den Bundesfreiwilligendienst frei. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 39 Stunden pro Woche mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Alle Dienstleistenden erhalten ein monatliches Taschengeld in Höhe von 350 Euro. Derzeit gibt es noch freie Stellen in folgenden Fachbereichen der Stadt Dormagen: 

Fachbereich Kinder, Jugend, Familien, Schule und Soziales:

Wer Freude am Umgang mit Menschen hat, für den ist der Bundesfreiwilligendienst eine gute Möglichkeit, soziale Interessen und Kenntnisse weiterzuentwickeln. Im offenen Ganztag an einer der Dormagener Grundschulen können Interessierte neue Erfahrungen sammeln und die berufliche Orientierung vorantreiben.

Zu den Aufgaben des/der Freiwilligen zählen insbesondere die Mitarbeit bei der Betreuung der Kinder innerhalb der Gruppe und bei gruppenübergreifenden organisatorischen Aufgaben. Außerdem besteht die Möglichkeit, eigenständig Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf zu begleiten. Gegebenenfalls kann auch eine kleine eigene Arbeitsgemeinschaft (AG) vorbereitet und mit den Kindern durchgeführt werden.

Ansprechpartnerin: Cosima Nauroth (Telefon 02133 257 589, E-Mail cosima.nauroth@stadt-dormagen.de).


Fachbereich für Bildung, Kultur und Sport: 

Zu diesem Fachbereich gehören neben der Stadtbibliothek auch das Kulturbüro, die Volkshochschule, die Musikschule und der Sportservice. Der oder die Dienstleistende soll in all diesen Bereichen eingesetzt werden und lernt so ein vielfältiges und interessantes Betätigungsfeld kennen. 

Zu den Aufgaben des oder der Freiwilligen gehört insbesondere die Unterstützung bei der Vorbereitung (Werbung, Marketing), der Durchführung und der Nachbereitung von Veranstaltungen im Kulturbüro, der Musikschule, der VHS sowie der Stadtbibliothek Dormagen. Im Bereich des städtischen Sportservice wird die Aufgabe vor allem in einer Unterstützung bei der Bestandsanalyse von Sportgeräten bestehen.

Damit der Einsatz an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet erfolgen kann, ist der Besitz eines Führerscheins der Klasse B von Vorteil. Außerdem kann es zu Diensten am Abend oder am Wochenende kommen, da viele Veranstaltungen zu diesen Zeiten stattfinden.

Ansprechpartnerin: Claudia Schmidt (Telefon 02133 257 211, E-Mail claudia.schmidt@stadt-dormagen.de). 


Fachbereich Feuerwehr/Rettungsdienst:

Wer technisch interessiert und mindestens 18 Jahre alt ist sowie gerne in einem größeren Team arbeitet und Erfahrungen im Zivil- und Katastrophenschutz sammeln möchte, ist hier genau richtig. Zu den Hauptaufgaben gehören zum Beispiel die Mitarbeit bei der Fahrzeug- und Gerätepflege, in der Atemschutzwerkstatt und Kleiderkammer, die Unterstützung bei Verwaltungsaufgaben am PC und die Begleitung der Wachabteilungen im täglichen Dienst. Wünschenswert, aber keine zwingende Voraussetzung, ist eine absolvierte Grundausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr und der Besitz eines Führerscheins der Klasse B.

Zusätzlich gibt es eine Stelle im Krankentransport. Hier ist der Führerscheinklasse C1 oder höher zwingende Voraussetzung, die Ausbildung zum Rettungssanitäter kann im Rahmen des Freiwilligendienstes absolviert werden.

Ansprechpartner: Norbert Buchkremer (Telefon 02133 257 174, E-Mail norbert.buchkremer@stadt-dormagen.de).


Weitere Informationen gibt es zudem im Internet unter www.jobkomm-dormagen.de.     
 

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