Lesung zum Europatag: Marie Gaté zu Gast in der Stadtbibliothek

Im Rahmen des Europatags lädt die Stadtbibliothek zu einer besonderen Lesung ins Kulturhaus ein: Am 9. Mai ist die Autorin Marie Gaté von 16 bis 17.30 Uhr im Kulturhaus an der Langemarkstraße zu Gast.

Marie Gaté wurde 1955 in den französischen Ardennen geboren – einer Region, die stark von den beiden Weltkriegen geprägt ist. Nach ihrem Studium der spanischen Sprache absolvierte sie eine Ausbildung als Übersetzerin und Dolmetscherin für Französisch, Spanisch und Deutsch. Anfang der 1980er-Jahre zog sie nach Deutschland, wo sie als Lehrerin sowie als Übersetzerin und Dolmetscherin arbeitete. Neben zwei Buchveröffentlichungen schreibt sie seit 2012 Film-Kurzkritiken für verschiedene Portale.

In Dormagen liest sie aus ihrem Buch „Der Klang des Bleistiftes, der zu Boden fällt“ (französisch: „Le bruit du crayon qui tombe“). Der Roman erzählt eine bewegende Geschichte, die ihren Ursprung im Jahr 1916 in einem Dorf in den Ardennen hat. Im Mittelpunkt steht eine heimliche Liebe zwischen einer französischen Lehrerin und einem Offizier der deutschen Besatzungsarmee, die durch die Wirren des Krieges jäh getrennt wird. Jahrzehnte später offenbart sich die inzwischen 93-jährige Lehrerin ihrer Großnichte Marie. In Rückblicken entfaltet sich eine vielschichtige Erzählung über Erinnerung, Kriegserfahrungen und die Verbindung zwischen zwei Generationen. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie prägend Erlebnisse und unausgesprochene Wünsche über Generationen hinweg wirken können.

Die Lesung greift damit zentrale Themen des Europatags auf: Verständigung, gemeinsame Geschichte und die Verbindung zwischen Menschen über Grenzen hinweg.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte sind herzlich eingeladen.