Der Rat der Stadt Dormagen kommt am Donnerstag, 5. November, um 17.30 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses zu seiner nächsten Sitzung zusammen.
Auf der Tagesordnung stehen unter anderem mögliche Feuerwerksverbote für den kommenden Jahreswechsel. Die Verwaltung schlägt vor, das Abbrennen von Silvesterfeuerwerk in der Zonser Altstadt und am Kloster Knechtsteden zu untersagen. Dazu zählen beispielsweise Raketen, Böller und Feuerwerksbatterien. Mit den Verboten sollen insbesondere die historischen und denkmalgeschützten Gebäude vor Bränden und Schäden geschützt werden. Kleinfeuerwerk wie Wunderkerzen und Knallerbsen wäre weiterhin erlaubt.
Auch für Teile von Hackenbroich ist ein Feuerwerksverbot vorgesehen. Hintergrund sind wiederholte gefährliche Vorfälle im sogenannten Flussviertel, bei denen in den vergangenen Jahren unter anderem Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr mit Feuerwerkskörpern beworfen wurden. Neben einem Verbot des Abbrennens soll im Bereich des Kreisverkehrs Neckarstraße und Salm-Reifferscheidt-Allee auch das Mitführen entsprechender Feuerwerkskörper untersagt werden. Die Regelungen sollen dazu beitragen, die Sicherheit der Anwohnenden sowie der Einsatzkräfte zum Jahreswechsel zu erhöhen.
Ebenfalls beraten die Ratsmitglieder über das Deutschlandticket für Schülerinnen und Schüler. Derzeit können Selbstzahlende, die eine weiterführende Schule in Dormagen besuchen, das Deutschlandticket zu einem vergünstigten Preis von 14 Euro im Monat erwerben. Künftig sollen auch Schülerinnen und Schüler mit Wohnsitz in Dormagen von dieser Regelung profitieren, wenn sie eine Schule außerhalb des Stadtgebiets besuchen. Die Verwaltung schlägt vor, die Vergünstigung zum 1. Januar 2027 auf diese Gruppe auszuweiten. Davon könnten rund 120 weitere Schülerinnen und Schüler profitieren. Die zusätzlichen Kosten werden auf etwa 100.000 Euro jährlich geschätzt.
Darüber hinaus beschäftigen sich die Ratsfrauen und Ratsherren mit der geplanten Sanierung einer Wagenbauhalle des Bürger-Schützen-Vereins Dormagen. Ursprünglich war vorgesehen, die bestehende Halle abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Nach einer bautechnischen Untersuchung soll die vorhandene Halle nun jedoch erhalten und saniert werden. Dafür ist ein städtischer Zuschuss von bis zu 253.000 Euro vorgesehen. Die Sanierung soll der Verein in eigener Verantwortung durchführen. Da die ursprünglich eingeplanten Abbruchkosten von 190.000 Euro entfallen, würde die geänderte Planung den städtischen Haushalt gegenüber dem bisherigen Vorhaben um rund 38.500 Euro entlasten. Die bereits beschlossene Förderung für die Karnevalsgesellschaft „Ahl Dormagener Junge“ bleibt unverändert.
Ebenfalls beraten wird die weitere Förderung des Strabi Open Air. Die Verwaltung schlägt vor, die Veranstaltung in den Jahren 2027 bis 2029 mit jährlich 5.000 Euro zu unterstützen. Im Gegenzug sollen pro Veranstaltungsjahr bis zu 200 kostenlose Eintrittskarten für finanziell benachteiligte Menschen aus Dormagen bereitgestellt werden. Zusätzlich ist eine jährliche finanzielle Absicherung von maximal 10.000 Euro vorgesehen, die ausschließlich bei einem nachgewiesenen Verlust der Veranstaltung in Anspruch genommen werden kann. Diese Vereinbarung, die auch in den letzten drei Jahren gegolten hat, wurde nie in Anspruch genommen. Damit soll die Fortführung des Musikfestivals am Straberger See unterstützt werden.
Auf der Internetseite www.buergerinfo.dormagen.de haben alle Dormagenerinnen und Dormagener die Möglichkeit, sich die vollständige Tagesordnung der Ratssitzung anzusehen. Dort stehen auch die Vorlagen zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten zur Verfügung. Bereits vorher, am Dienstag, 3. November, tagen ab 17.30 Uhr die Mitglieder des Hauptausschusses.