Stadt Dormagen offiziell als „Global Nachhaltige Kommune“ ausgezeichnet

Ob durch Umweltverschmutzung, Flächenversiegelung oder Ressourcenverschwendung – durch den rücksichtslosen Umgang mit der Natur hat der Mensch den Klimawandel massiv beschleunigt. Auch in Dormagen sind die Auswirkungen in Form von Hitzeperioden, Starkregen oder Artensterben von Bäumen immer deutlicher zu spüren. Um sich auf lokaler Ebene noch stärker für mehr Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit einzusetzen, hatte sich die Stadt Dormagen im Juni 2019 erfolgreich um eine Teilnahme am Projekt „Global Nachhaltige Kommune“ beworben. Im Rahmen einer digitalen Abschlussveranstaltung des Projektes ist die Stadt am Donnerstag, 11. März, nun für ihr Engagement ausgezeichnet worden.

„Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen haben in Dormagen einen sehr hohen Stellenwert. Das wollten wir mit der Teilnahme an diesem tollen Projekt unterstreichen und als Stadt mit gutem Beispiel vorangehen“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Wir freuen uns über die Auszeichnung, wissen aber, dass die Arbeit an dieser Stelle längst nicht getan ist.“

Als eine von insgesamt 15 Kommunen aus Nordrhein-Westfalen hat sich die Stadt im Juni 2019 dazu verpflichtet, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln. Ziel des Projektes war es, einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 und ihren globalen Nachhaltigkeitszielen auf lokaler Ebene zu leisten. So sollen sowohl ökonomische, ökologische als auch soziale Zielsetzungen miteinander verbunden und alle Bürger*innen heute und in Zukunft bei der nachhaltigen Entwicklung Dormagens mit eingebunden werden. Die erarbeitete Nachhaltigkeitsstrategie wird in der kommenden Sitzung des Umweltausschusses diskutiert und soll in einer der nächsten Ratssitzungen beschlossen werden.

„Zusammen mit der hiesigen Wirtschaft, der Politik sowie den Bürgerinnen und Bürgern haben wir in den zurückliegenden beiden Jahren einiges bewirkt. Wir wollen weiterhin mit kreativen Ideen nötige Impulse setzen, um das Leben in Dormagen nachhaltiger zu gestalten“, kündigt Klimaschutzbeauftragte Lena van der Kamp an.

Ein weiterer Höhepunkt der digitalen Abschlussveranstaltung war neben der Auszeichnung der einzelnen Kommunen eine Podiumsdiskussion zum Thema Nachhaltigkeit. Bürgermeister Erik Lierenfeld diskutierte mit Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, der Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner und dem Landrat des Kreises Euskirchen, Markus Ramers unter anderem über die Relevanz von Nachhaltigkeitsthemen bei der NRW-Kommunalwahl 2020 sowie die Agenda 2030 als Orientierungsrahmen für kommunales Handeln. Alle Politiker*innen waren sich darüber einig, dass die Herausforderungen nicht nur auf globaler, sondern auch auf lokaler Ebene gelöst werden müssen.

Hintergrund: Gefördert wurde das Projekt „Globale Nachhaltige Kommune“ vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Während des Projektzeitraums von zwei Jahren wurden die teilnehmenden Kommunen von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. begleitet und beraten.

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